Verkehr
Warnstreiks fortgesetzt: Auch Kitas und Nahverkehr betroffen

Düsseldorf/Münster -

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks am Dienstag in ganz Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Betroffen sind unter anderem Stadtverwaltungen, Krankenhäuser und Kitas sowie der Nahverkehr. Die Warnstreiks seien wie geplant überall im Land angelaufen, sagte eine Verdi-Sprecherin am Morgen. Wie viele Menschen in den Ausstand getreten sind, war aber zunächst unklar.

Dienstag, 20.10.2020, 06:44 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 07:20 Uhr
«Warnstreik!» steht auf einem Schild.
«Warnstreik!» steht auf einem Schild. Foto: Friso Gentsch

Einer der Schwerpunkte der Warnstreiks ist den Angaben nach der öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen. Dieser soll den ganzen Tag über flächendeckend bestreikt werden. Mit dem Aktionstag will die Gewerkschaft ihren Tarifforderungen Nachdruck verleihen. In Dortmund, Essen und Köln sollen überregionale Streikversammlungen stattfinden.

Die Tarifverhandlungen werden am kommenden Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen bei einer einjährigen Laufzeit 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber hatten zuletzt schrittweise Lohnerhöhungen von insgesamt 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten.

Bislang haben sich laut Verdi in Nordrhein-Westfalen mehr als 50 000 Menschen an den Warnstreiks beteiligt. Im Land sind demnach mehr als 550 000 Tarifbeschäftigte von den Verhandlungen betroffen. Am Montag war das befürchtete Verkehrschaos in Münster zunächst ausgeblieben. 

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