Feuerwehr-Großeinsatz in Ladbergen
Scheune brennt bis auf die Grundmauern nieder

Ladbergen -

Großeinsatz im Außenbereich von Ladbergen: Auf einem landwirtschaftlichen ist in den frühen Morgenstunden ein Brand ausgebrochen. Als die ersten Feuerwehrkräfte eintrafen, brannte eine der Scheunen bereits in massiver Ausdehnung, die Flammen drohten auf mehrere Gebäude überzugreifen. Rund 70 Wehrleute waren zeitweise im Einsatz. [mit Video]

Freitag, 23.10.2020, 07:48 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 16:14 Uhr
Feuerwehr-Großeinsatz in Ladbergen: Scheune brennt bis auf die Grundmauern nieder
Zu einem Scheunenbrand in Ladbergen wurde die Feuerwehr in der Nacht zu Freitag gerufen. Foto: Jens Keblat

Bereits in voller Ausdehnung brannte in der Nacht zu Freitag eine Scheune am Schulenburger Weg, als die Ladberger Feuerwehr im dichten Nebel eintraf. Gegen 3 Uhr waren Familienmitglieder, die auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen, auf den Brand aufmerksam geworden, weil die Hunde angeschlagen hatten. Da das Feuer offenbar schon eine Weile gewütet habe, sei es für einen Großteil des Hofes brenzlich geworden, erklärte Ladbergens Wehrführer Andreas Keuer in der Nacht.

„Die Besatzung des ersten Fahrzeugs stellte fest, dass eine Scheune in Vollbrand stand. Von dieser Scheune führte ein Verbindungsgebäude zu zwei weiteren Scheunen. Die zweite Scheune und ein Fahrzeugunterstand brannten zum Teil, und die dritte Scheune war massiv gefährdet“, beschrieb er die gefährliche Lage vor Ort. Doch damit nicht genug: „Auf der anderen Seite der in Vollbrand stehenden Scheune stand das Wohnhaus, und das Feuer drohte überzugreifen“, fuhr Keuer fort.

Feuerwehr löscht Scheunenbrand in Ladbergen

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  • Feueralarm um 3 Uhr in der Nacht: 

    Foto: Jens Keblat
  • Eine Scheune auf dem landwirtschaftlichen Anwesen am Schulenburger Weg in Ladbergen hat in der Nacht zu Freitag in Flammen gestanden.

    Foto: Jens Keblat
  • Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Gebäude bereits in Vollbrand.

    Foto: Jens Keblat
  • Das Feuer drohte auch benachbarte Gebäude überzugreifen.

    Foto: Jens Keblat
  • Daraufhin habe man sofort Vollalarm für die Feuerwehr Ladbergen auslösen lassen.

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  • Wehrleute aus Lengerich, Lienen und Ibbenbüren wurden nachgefordert.

    Foto: Jens Keblat
  • Inzwischen ist der Brand abgelöscht. 

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  • Die Nachlöscharbeiten beschäftigten die Ladbergener Wehr noch am Freitagmorgen.

    Foto: Jens Keblat
  • Menschen oder Tiere wurden bei dem Brand nicht verletzt.

    Foto: Jens Keblat
  • Die Brandursache und das Ausmaß des Schadens sind noch unklar.

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In der Scheune befanden sich zwei Gasflaschen

Angesichts dieser Gesamtlage habe er Vollalarm für die Feuerwehr Ladbergen auslösen lassen und weitere Wehrleute aus Lengerich, Lienen und Ibbenbüren nachgefordert. Insgesamt mehr als 50 Wehrleute waren im Einsatz. Keuer: „Wir haben das Wohngebäude erst einmal gekühlt, eine Riegelstellung aufgebaut und auch auf die anderen Scheunen Wasser draufgehalten, sodass sich das Feuer nicht ausbreiten konnte“, sagte der Einsatzleiter.

Die Wehr sah sich aber noch mit weiteren Herausforderungen konfrontiert: „In der Scheune befanden sich zwei Gasflaschen, die bereits abgeblasen hatten, sowie ein Dieseltank, den wir aus der Ferne gekühlt haben.“ In der angrenzenden Scheune seien zudem noch Nutztiere gewesen. „Die Schweine konnten wir aber zum Glück drin lassen, weil das Feuer nicht weiter übergesprungen ist“, so Keuer weiter.

Scheunenbrand: Andreas Keuer beim Einsatz

Gebäude ist komplett abgebrannt

In der bis auf die Grundmauern niedergebrannten Scheune waren laut Einsatzleiter Keuer landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte sowie ein Werkstattraum untergebracht. Während die Wehr einen Lkw, der vor der Scheune stand, in Sicherheit bringen konnte, sei das gesamte Inventar des Gebäudes den Flammen zum Opfer gefallen, bilanzierte Andreas Keuer die Folgen des Feuers.

Zur Brandbekämpfung hatte die Feuerwehr eine zweiadrige Leitung zu einem rund 500 Meter entfernten Hydranten errichtet und auch aus dem Löschteich des Hofes Wasser gepumpt.

Den Sachschaden schätzt die Kreispolizei Steinfurt derzeit auf etwa 300.000 Euro. Zur Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden. „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen“, sagte ein Sprecher der Behörde.

Ladbergens Wehrführer Andreas Keuer zeigte sich erleichtert, dass durch den verheerenden Brand niemand verletzt wurde. Noch bis in den Morgen hinein waren die Wehrleute mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt.

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