Brände
Letzte Abrissarbeiten an Affenhaus: Gedenkort geplant

Krefeld (dpa/lnw) - Knapp elf Monate nach dem Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo wird seit Montagmorgen der Rest der Ruine abgerissen. Ein Spezialbagger zerkleinerte erste Betonfundamente. Bis zum Ende des Jahres soll laut Zoo alles verschwunden sein. So soll Platz gemacht werden für ein neues «Artenschutz-Zentrum Affenpark», das ab 2021 gebaut werden soll. Zudem will der Zoo einen Gedenkort zur Erinnerung an die verstorbenen Tiere einrichten.

Montag, 26.10.2020, 13:17 Uhr aktualisiert: 26.10.2020, 13:22 Uhr
Blick auf die Brandruine des Affenhauses im Zoo Krefeld.
Blick auf die Brandruine des Affenhauses im Zoo Krefeld. Foto: Zoo Krefeld

3900 Tonnen Beton sollen entsorgt werden. Bereits sechs Wochen nach dem Brand in der Silvesternacht waren unter anderem die stählernen Überreste des Dachs abgetragen worden. Bei dem Feuer war das Affenhaus komplett zerstört worden, rund 50 Tiere starben - darunter acht Menschenaffen.

Demnächst sollen sich drei Frauen vor Gericht verantworten, die das Feuer durch Himmelslaternen ausgelöst haben sollen. Die Frauen hatten Strafbefehle der Staatsanwaltschaft nicht akzeptiert, daher kommt es zum Prozess. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht, wie ein Sprecher des Amtsgerichts am Montag sagte.

Der Zoo erneuerte am Montag seine Ankündigung, einen Gedenkort für die verstorbenen Tiere einrichten zu wollen. Das könne ein Platz im Zoo mit einer Tafel sein, vielleicht auch mit einem Stein, einem Baum oder einer Skulptur, so eine Sprecherin.

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