Sport
«Verlorener Jahrgang»: Sportbund NRW besorgt um die Jugend

Duisburg (dpa/lnw) - Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen fürchtet durch die erneute Aussetzung des Amateursports schwerwiegende Folgen für die Jugendarbeit. «Wenn Kinder und Jugendliche ein Jahr lang kaum Sport machen können, ist das ein verlorener Jahrgang», sagte der Vorstandsvorsitzende Christoph Niessen den Zeitungen der «Funke Mediengruppe».

Donnerstag, 29.10.2020, 19:59 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 20:12 Uhr

Der erneute Lockdown trifft den Sport nach Ansicht des 51-Jährigen «ungleich stärker als im Frühjahr», da die Reserven an Geld, Mut und Engagement aufgebraucht seien. «Eine monatelange Auszeit würde sicher zu irreparablen Schäden führen», sagte Niessen . Bisher sei dem LSB allerdings in Nordrhein-Westfalen noch keine Vereinsinsolvenz bekannt.

Fraglich ist für Niesen, wie es nach den bisher geplanten vier Wochen Teil-Lockdown weitergehen soll. «Ich halte die Vorstellung für naiv, dass wir nach dem 30. November wieder in einen Normalzustand zurückkehren», sagte er: «Denn die Pandemie wird uns weiter begleiten.» Er werbe deshalb dafür bei der Politik, «schon ab morgen mit uns eine gemeinsame Perspektive zu entwickeln - nicht erst zwei Tage vor Ablauf des Lockdowns.»

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