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Landtag gedenkt der Opfer von Nizza: «Anschläge verurteilen»

Düsseldorf (dpa/lnw) - In einer Schweigeminute hat der nordrhein-westfälische Landtag am Freitag der Opfer des mutmaßlich terroristischen Messerangriffs von Nizza gedacht. «Wir wollen und wir werden nicht zulassen, dass die Errungenschaften der Aufklärung und auch des interreligiösen Gespräches von Fanatikern und Fundamentalisten durch die Saat des Hasses zerstört werden», sagte Landtagspräsident André Kuper vor Eintritt in die reguläre Tagesordnung der Sondersitzung. «Wir gehen in aller Entschlossenheit dagegen vor.»

Freitag, 30.10.2020, 10:13 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 10:20 Uhr
André Kuper (CDU), Präsident des Landtags von Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag.
André Kuper (CDU), Präsident des Landtags von Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag. Foto: Christophe Gateau

Ein 47-jähriger Tatverdächtiger soll am Donnerstag drei Menschen in Nizza mit einem Messer getötet haben; zwei Opfer wurden in der Kirche Notre-Dame im Stadtzentrum aufgefunden. Die Tat hat weltweit Entsetzen und Anteilnahme ausgelöst.

«Wir sind sprachlos angesichts dieser rohen Gewalt», sagte Kuper . «Nordrhein-Westfalen trauert und fühlt mit Frankreich!» Tödliche Angriffe wie in Nizza und wie zuvor auf einen Lehrer in Paris seien Angriffe auf die Demokratie und ihre Werte. «In Europa, in der Demokratie wird das Wort geführt und nicht die Gewalt, nicht das Schwert», unterstrich der Landtagspräsident.

Er forderte alle islamischen Verbände und Institutionen in Europa, Prediger, Vorbeter in den Moscheen und theologischen Lehrer der großen Islamschulen auf, nicht zu schweigen, sondern solche terroristischen Anschläge öffentlich zu verurteilen. Dabei gehe es «nicht um eine Lynch-Kampagne gegen Muslime», unterstrich Kuper. «Eine Demokratie unterscheidet ihre Bürger nicht nach ihrer Religion, sondern misst sie an ihren Taten.»

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