Arbeitsmarkt
Ifo-Institut: 680 000 Menschen in NRW in Kurzarbeit

München/Düsseldorf (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen sind einer Schätzung des Ifo-Instituts zufolge etwa zehn Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Kurzarbeit. Das wären etwa 680 000 Menschen, hieß es in einer am Montag in München veröffentlichten Studie. NRW liegt damit im Bundesschnitt.

Montag, 02.11.2020, 11:20 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 11:32 Uhr

Den größten Anteil an Kurzarbeitern hat demnach Baden-Württemberg, das damit Bayern abgelöst habe, schreibt das Institut. In Baden-Württemberg waren im Oktober etwa 13 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Kurzarbeit, in Bayern 12 Prozent. «Vor allem im stärker industrialisierten Süden mit seinem Fokus auf Metallverarbeitung, Maschinenbau, Autobauern und Zulieferern wird weiterhin deutlich mehr Kurzarbeit gefahren als anderswo», sagte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link.

Bundesweit schätzt das Ifo derzeit den Anteil der Kurzarbeiter auf 10 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, was 3,3 Millionen Menschen wären. Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im April hatten Betriebe für knapp sechs Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet, so die Bundesagentur für Arbeit. Erfahrungsgemäß ist die Zahl der Kurzarbeiter aber meist als kleiner als die Zahl der Anzeigen.

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