Wetter
Weniger Streusalz auf den Straßen und gesunkene Kosten

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Der Einsatz von Streusalz ist auf den Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen dank eines milden Winters und veränderter Einsatzplanung deutlich gesunken. Der Landesbetrieb Straßen.NRW bezifferte am Montag den Streusalz-Verbrauch in der vergangenen Wintersaison 2019/2020 auf rund 60 000 Tonnen. Das sind weniger als die Hälfte des Durchschnittswertes in den vergangenen beiden Jahrzehnten (130 000 Tonnen) sowie 14 000 Tonnen weniger als noch im Winter 2018/2019.

Montag, 02.11.2020, 13:17 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 13:32 Uhr

Für die neue Wintersaison 2020/2021 liegen wieder 130 000 Tonnen Streusalz in den Hallen der Meistereien des Landesbetriebs bereit. Die Reserve in den Zentrallagern ist mit 60 000 Tonnen etwa 15 000 Tonnen kleiner als zum Beginn der vorherigen Wintersaison 2019/2020. Die Kosten für den Winterdienst, bei denen auch Personal, Fahrzeuge und Dienstleister berücksichtigt werden, sanken in der Saison 2019/2020 auf 18,1 Millionen Euro nach 23,4 Millionen Euro in der Saison 2018/19. Im langjährigen Durchschnitt sind es 35 Millionen Euro.

Wenn die Wetterprognosen Reifglätte, gefrierende Nässe oder Schnee vorhersagen, komme auf den Autobahnen in NRW bereits seit geraumer Zeit häufiger Sole statt Streusalz zum Einsatz und damit Salz in einer geringeren Konzentration, wie ein Sprecher des Landesbetriebs erläuterte. Allerdings sei diese Technik nicht bei allen Witterungen einsetzbar und ergänze das Salzstreuen. «So viel wie nötig, so wenig wie möglich», laute das Motto beim Salz-Einsatz. Mit dem Wetterdienst und der Autobahn-Polizei würden ständig Informationen ausgetauscht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7659863?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Nachrichten-Ticker