Verkehr
Unfall auf A3: Weitere Betonplatten abgebaut

Köln (dpa) - Nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall auf der Autobahn 3 bei Köln sind am Donnerstag sechs weitere Platten abgebaut worden, die ebenfalls fehlerhaft befestigt waren. Für die Arbeiten wurden drei Spuren in Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt, zwei blieben frei. Ein Schwerlast-Kran war vor Ort, um die 5 Tonnen schweren Platten zu heben. Polizisten vor Ort machten Fotos der Befestigungen und tüteten Metallteile ein.

Donnerstag, 19.11.2020, 15:49 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 16:03 Uhr
Ein Kran der Feuerwehr Köln steht an der Unfallstelle auf der Autobahn 3.
Ein Kran der Feuerwehr Köln steht an der Unfallstelle auf der Autobahn 3. Foto: Feuerwehr Köln

Eine Betonplatte war am Freitag aus der Schallschutzmauer heraus auf das Auto einer Kölnerin (66) gestürzt und hatte sie laut Obduktion erschlagen. Bei der Untersuchung der benachbarten Platten kam heraus, dass 2007 weitere sechs Platten ebenfalls regelwidrig festgemacht worden waren. Laut Verkehrsministerium hatte man die zu groß geratenen Platten mit einer absichtlich improvisierten Konstruktion samt einer eingeschweißten Schraube angebracht. Die Schraube an der Unfallplatte riss.

Die Betonplatten wurden auf einen Tieflader gelegt und wegtransportiert. Die Arbeiten waren laut Landesbetrieb Straßen.NRW planmäßig vor 15 Uhr beendet. Die Arbeit der Polizei vor Ort wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht kommentieren. Die Ermittlungen zu dem Vorfall liefen weiter.

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