Verkehr
Nach Unfall auf A3: Abbau weiterer Betonplatten hat begonnen

Köln (dpa) - Nach dem tödlichen Betonplatten-Unfall auf der Autobahn 3 bei Köln hat am Donnerstagmorgen der Abbau von sechs weiteren Platten begonnen, die ebenfalls fehlerhaft befestigt sind. Für die Arbeiten wurden drei Spuren in Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt, zwei blieben frei. Ein Schwerlast-Kran war vor Ort, um die 5 Tonnen schweren Platten zu heben. Polizisten vor Ort machten Fotos der Befestigungen und tüteten Metallteile ein.

Donnerstag, 19.11.2020, 10:43 Uhr aktualisiert: 19.11.2020, 10:52 Uhr
Arbeiter bereiten auf der A3 die Entfernung von Betonplatten vor.
Arbeiter bereiten auf der A3 die Entfernung von Betonplatten vor. Foto: Rolf Vennenbernd

Eine Betonplatte war am Freitag aus der Schallschutzmauer heraus auf das Auto einer Kölnerin (66) gestürzt und hatte sie laut Obduktion erschlagen. Bei der Untersuchung der benachbarten Platten kam heraus, dass 2007 weitere sechs Platten ebenfalls regelwidrig festgemacht worden waren. Laut Verkehrsministerium hatte man die zu groß geratenen Platten mit einer absichtlich improvisierten Konstruktion samt einer eingeschweißten Schraube angebracht. Die Schraube an der Unfallplatte riss.

Die Abbau-Arbeiten gingen am Morgen schnell voran. Die Betonplatten wurden auf einen Tieflader gelegt. Die Arbeiten an der A3 sollen laut Straßen.NRW am Donnerstag spätestens gegen 15 Uhr beendet sein. Die Arbeit der Polizei vor Ort wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht kommentieren. Die Ermittlungen zu dem Vorfall liefen weiter.

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