Kriminalität
Steinwürfe auf Essener Synagoge: Tatverdächtiger gefasst

Essen (dpa/lnw) - Nach zwei Steinwürfen auf die Synagoge in Essen hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Es handele sich um einen 37-Jährigen, der den Beamten bereits bekannt gewesenen sei, teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit. «Nach den vorausgegangenen Polizeieinsätzen wurde er jeweils in einer Spezialklinik behandelt», hieß es. Die Ermittler hätten den Mann am Montag zu Hause angetroffen und ihn vorläufig festgenommen. Er habe die vorgeworfenen Taten eingeräumt, aber kein Motiv genannt. In seiner Wohnung sei zudem die Tatkleidung entdeckt worden. Er kam in Untersuchungshaft.

Dienstag, 24.11.2020, 18:03 Uhr aktualisiert: 24.11.2020, 18:12 Uhr
Schriftzug "Polizei".
Schriftzug "Polizei". Foto: Boris Roessler

Die Synagoge war am 14. und am 20. November jeweils mit einer Art Betonplatte beworfen worden. Zwei Glasscheiben wurden beschädigt. Verletzt wurde niemand. Bei dem ersten Vorfall sei jedoch kein Alarm ausgelöst worden, hatte es am Montag aus der Jüdischen Kultus-Gemeinde geheißen. Der Steinwurf und die Beschädigung der Scheibe am 14. November seien erst bei der Auswertung der Aufnahmen von Überwachungskameras nach dem Steinwurf vom vergangenen Freitag festgestellt worden.

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