Landtag
Laschet ermahnt Corona-Demo-Teilnehmer

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat an die Teilnehmer von Corona-Demos appelliert, auch an die Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen zu denken. «Jeder darf demonstrieren, wofür er will. Aber man muss auch jedem, der demonstriert, sagen (...): Denk in dieser Sekunde, wo du sprichst, an die, die vielleicht wenige Meter entfernt in einem Krankenhaus gerade um ihr Leben ringen, auch das ist wichtig», sagte Laschet am Donnerstag im Landtag in einer Erklärung zu den Bund-Länder-Corona-Beschlüssen.

Donnerstag, 26.11.2020, 11:37 Uhr aktualisiert: 26.11.2020, 11:42 Uhr
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd

Laschet kritisierte in diesem Zusammenhang die Äußerungen einer Frau, die sich am vergangenen Samstag bei einer «Querdenken»-Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Hannover mit der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, Sophie Scholl , verglichen hatte. Scholl war im Jahr 1943 vom NS-Regime zum Tode verurteilt und im Alter von 21 Jahren hingerichtet worden. «Da muss im Geschichtsunterricht was falsch gelaufen sein, wenn eine 22-Jährige sagt, sie sei Sophie Scholl, das ist doch unfassbar», sagte Laschet.

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