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Mafia-Prozess unterbrochen: Verteidiger mit Corona infiziert

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Mafia-Prozess in Düsseldorf ist unterbrochen worden, weil zwei Verteidiger sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das hat eine Sprecherin des Duisburger Landgerichts am Montag mitgeteilt. Die übrigen Verfahrensbeteiligten seien noch am Freitag bei einem Schnelltest negativ getestet worden. Aus Gründen der Vorsicht unterbrach die Kammer das Verfahren dennoch. Es soll am 11. Dezember wieder aufgenommen werden. Quarantäne sei für die übrigen Verfahrensbeteiligten nicht notwendig, da in dem Verfahren überwiegend mit Masken und Trennscheiben verhandelt werde.

Montag, 30.11.2020, 13:23 Uhr aktualisiert: 30.11.2020, 13:33 Uhr
Eine Figur der blinden Justitia.
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid

In dem Prozess müssen sich mutmaßliche Mafiosi der derzeit mächtigsten Mafia-Gruppe der Welt wegen Kokainhandels in großem Stil verantworten. Die ' Ndrangheta soll große Teile des weltweiten Kokainhandels kontrollieren. Insgesamt sind 14 Männer angeklagt. In dem Verfahren geht es unter anderem um den Handel mit insgesamt 680 Kilogramm Kokain. Das Gericht hat für den Prozess 90 Verhandlungstage angesetzt.

Der Prozess hatte bereits eine Zwangspause einlegen müssen, weil einer der Angeklagten eine Corona-Quarantäne abwarten musste. Dann war ein Staatsanwalt während der Verhandlung aus dem Saal gerufen worden, weil er Kontakt zu einem coronapositiven Polizisten hatte. Der Prozess findet aus Sicherheitsgründen nicht in Duisburg, sondern im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts statt.

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