Regierung
Skilift-Betreiber hoffen auf Saison-Start trotz Dezember-Aus

Winterberg (dpa/lnw) - Die Skilift-Betreiber im Sauerland zeigen wenig Verständnis für den coronabedingt angeordneten Stillstand der Lifte im Dezember. «Es geht uns um den reinen Sport. Vom Après Ski haben sich die Hüttenbetreiber schon seit dem Frühjahr verabschiedet», sagte Christoph Klante, Vorsitzender des Sauerländer Skiliftverbands. Für die Lifte gebe es umfangreiche Hygienekonzepte. Die Liftbetreiber seien enttäuscht, hieß es weiter in der Mitteilung der Wintersport-Arena, dem Zusammenschluss der Skigebiete in den Kreisen Hochsauerland, Siegerland-Wittgenstein, Olpe und der nordhessischen Gemeinde Willingen.

Montag, 30.11.2020, 16:38 Uhr aktualisiert: 30.11.2020, 16:50 Uhr
Skifahrer sind unterhalb eines Liftes auf einer Piste in Winterberg im Sauerland unterwegs.
Skifahrer sind unterhalb eines Liftes auf einer Piste in Winterberg im Sauerland unterwegs. Foto: Bernd Thissen

Nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ( CDU ) von Montag müssen NRWs Skilifte bis mindestens 20. Dezember entsprechend der neuen Corona-Schutzverordnung geschlossen bleiben. Er gehe aber nicht davon aus, dass sich das Infektionsgeschehen und damit das Verbot über Weihnachten ändere.

Die Liftbetreiber im Sauerland wollen dennoch nicht aufgeben: Man hoffe jetzt auf weitere Gespräche, wie es nach dem 20. Dezember weiter gehe, so die Mitteilung weiter. Man erwarte, dass kurzfristig ein wirkungsvoller finanzieller Ausgleich bereitgestellt werde. «Wir haben nur drei Monate Zeit, um die Kosten für das gesamte Jahr zu erwirtschaften», teilte Klante mit.

Die Liftbetreiber befürchten zudem trotz geschlossener Skigebiete große Menschenmengen auf den Pisten, die rodeln oder wandern wollen. Wenn dies unkontrolliert geschehe, berge das eine größere Gefahr als das geordnete Skifahren im regulären Betrieb. Viele Skigebiete mit Schneekanonen nutzen den Angaben zufolge die derzeit tiefen Temperaturen, um Schneevorräte zu produzieren. Einige Skigebiete hätten starten können und halten sich weiterhin bereit, hieß es.

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