Regierung
Vier Millionen Euro: Van Laack liefert Masken an NRW-Polizei

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälische Polizei hat bei der Modefirma van Laack zwei Mal je 1,25 Millionen Stoffmasken für je zwei Millionen Euro Brutto bestellt. Das teilte das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Land NRW hatte im Frühjahr einen ersten Auftrag über ein Volumen von 38,5 Millionen Euro an van Laack vergeben. Dieses Geschäft hatte für das Interesse der Opposition gesorgt, da den Kontakt zu der Firma der Sohn von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hergestellt hatte. Johannes «Joe» Laschet ist Mode-Blogger und Partner von van Laack.

Dienstag, 01.12.2020, 15:48 Uhr aktualisiert: 01.12.2020, 16:00 Uhr
Ein Mann hält eine Atemschutzmaske in den Händen.
Ein Mann hält eine Atemschutzmaske in den Händen. Foto: Axel Heimken

Im Fall der Polizei-Masken hatte es laut Innenministerium sieben Angebote gegeben, von denen van Laack das günstigste abgegeben habe. Der Kauf der Masken sei im Rahmen der sogenannten freihändigen Vergabe erfolgt, die erlaubt ist, wenn eine besondere Dringlichkeit vorliegt. «Hierzu zählen Katastrophen und somit auch pandemische Lagen», so das Innenministerium. Die Auswahl zwischen den Angeboten sei zudem sachlich begründet gewesen.

Nach einer ersten Lieferung von 1,25 Millionen waschbaren Stoffmasken sollen diese nun ausgetauscht werden, «um den Schutz weiter zu gewährleisten», so das Innenministerium. Mit den neuerlich bestellten 1,25 Millionen Masken sei die Versorgung der Beschäftigten der Polizei «für mindestens 150 Arbeitstage je Beschäftigtem sichergestellt», sagte eine Ministeriumssprecherin.

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