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Krankenschwester vermacht ihr Haus dem Museum Folkwang

Essen (dpa/lnw) - Weil sie dort zu Lebzeiten so gerne zu Gast war, hat eine kinderlose ehemalige Krankenschwester ihr Haus zugunsten der Sammlung des Essener Museums Folkwang vererbt. Die mit 82 Jahren verstorbene Jutta Franke habe ihr Wohnhaus dem Folkwang-Museumsverein vermacht und verfügt, dieser solle es meistbietend verkaufen. Von dem Erlös soll ein Kunstwerk für das Museum gekauft werden, teilte der Museumsverein am Donnerstag mit. «Die Erbschaft kommt für uns völlig überraschend», sagte der Vorsitzende des Vereins, Ulrich Blank. «Gerne hätten wir die Dame zu Lebzeiten kennengelernt und ihr für ihre außerordentliche Großzügigkeit gedankt.»

Donnerstag, 03.12.2020, 14:40 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 14:53 Uhr
Das Museum Folkwang in Essen ist zu sehen.
Das Museum Folkwang in Essen ist zu sehen. Foto: Volker Hartmann

Durch Gespräche mit Nachbarn und Bekannten habe man erfahren können, dass der Verstorbenen neben Reisen zu fernen Zielen das Museum am Herzen gelegen habe. Angeregt durch viele sonntägliche Besuche habe sie einen Beitrag zum Erhalt der Sammlung ihres Lieblingsmuseums leisten wollen.

Das Haus auf dem 600-Quadratmeter-Grundstück im Stadtteil Frillendorf sei inzwischen einer Maklerin zur Veräußerung anvertraut. Der Museumsdirektor Peter Gorschlüter versprach, man werde der Stifterin ein ehrendes Andenken bewahren und die zu erwerbende Arbeit dauerhaft mit ihrem Namen in Verbindung halten. «Dankbarkeit gegenüber unseren kulturellen Quellen und bürgerschaftliches Engagement, das zeichnete Jutta Franke offenbar in einzigartiger Weise aus», sagte Gorschlüter. Der Museumsverein ist Miteigentümer der bedeutenden Sammlung Folkwang und folgt der Aufgabe, das Museum zu fördern und seinen Ruf zu stärken.

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