Bevölkerung
Menschen in NRW sind heimatverbunden - wenige ziehen fort

Wiesbaden/Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Bewohner Nordrhein-Westfalens sind eng mit ihrer Heimat verbunden und bleiben im Bundesvergleich mit am häufigsten in ihrem Bundesland wohnen. Rund 82 Prozent aller Erwachsenen, die in NRW geboren wurden, lebten auch 2018 dort, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Nur die Menschen in Bayern (85 Prozent) und Baden-Württemberg (83 Prozent) sind noch etwas treuer.

Dienstag, 05.01.2021, 12:47 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 13:02 Uhr

Diese Zahlen gehen nach BiB-Angaben auf das Demografieportal des Bundes und der Länder zurück, wo sie auf Basis des Sozioökonomischen Panels (SOEP) veröffentlicht wurden.

Am Ende der Skala stehen Hamburg und Bremen. «Da die meisten Umzüge nur über kurze Distanzen vollzogen werden, ziehen viele Menschen in großen Ländern innerhalb des eigenen Bundeslandes um», sagte Thomas Skora, Soziologe am BiB. Von allen Erwachsenen, die in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg zur Welt gekommen sind, wohnen den Angaben zufolge 2018 nur noch etwa die Hälfte dort.

Die Zahlen sind nach BiB-Einschätzung aber nicht nur auf die Größe des jeweiligen Bundeslandes zurückzuführen, sondern auch ein Zeichen für wirtschaftliche Unterschiede. So ist der Anteil derer, die aus ihrem Geburts-Bundesland weggezogen sind, beispielsweise in Ostdeutschland höher als im Westen: In Sachsen-Anhalt und Brandenburg sind nur knapp über 50 Prozent der dort Geborenen auch dort geblieben.

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