Bundesländer
Laschet verteidigt Impfstoffbestellungen der EU

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat das gemeinsame Vorgehen der 27 EU-Länder beim Einkauf des Corona-Impfstoffes gerechtfertigt. «Wir halten den europäischen Weg für richtig», sagte Laschet, der sich auch um den CDU-Bundesvorsitz bewirbt, am Dienstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen zur weiteren Strategie im Kampf gegen das Coronavirus. «Ein Impfwettbewerb» zwischen einzelnen EU-Mitgliedstaaten mit gegenseitigen Überbietungswettbewerben auf den Märkten hätte für Deutschland und andere Staaten negative Konsequenzen bedeutet.»

Dienstag, 05.01.2021, 20:31 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 20:42 Uhr
Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd

Das US-Unternehmen Pfizer , das zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech den jetzt als ersten in der EU zugelassenen Impfstoff entwickelt habe, habe in Brüssel einen Haftungsausschluss verlangt, kritisierte Laschet . «Dieser starken Marktmacht kann Europa nur gemeinsam entgegentreten.» Deshalb sei es wichtig gewesen, dass die EU-Kommission für 450 Millionen Einwohner verhandelt habe. Dieser Weg sei auch am Dienstag von den Ministerpräsidenten bestätigt worden. «Es war richtig, für 27 EU-Länder Impfstoff zu sichern.»

Genauso richtig sei es gewesen, nicht auf Notzulassungen von Impfstoffen zu setzen, um schneller mit den Impfungen beginnen zu können. In dem Fall wären die Testverfahren noch nicht abgeschlossen gewesen, sagte Laschet. Die gründliche Prüfung habe im Vordergrund gestanden. Nur so sei Vertrauen bei den Menschen zu erreichen.

Natürlich werde man potenzielle Fehler im Vergabeverfahren untersuchen müssen, sagte Laschet. Es gebe berechtigte Fragen, etwa ob es die richtigen Mengen gab, die aufgeklärt werden müssten. «Aber der Weg war dennoch richtig.»

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