Schulen
SPD will keine Sitzenbleiber im Corona-Schuljahr

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die SPD-Landtagsopposition hat den Verzicht auf Halbjahreszeugnisse für die Sekundarstufe 1 und auf Nicht-Versetzungen gefordert. «Es ist kein normales Schuljahr, also sollte man auch nicht so tun», sagte Vize-Fraktionschef Jochen Ott am Mittwoch in Düsseldorf. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sei mit ihrem Konzept «Präsenzunterricht ohne Plan B» gescheitert.

Mittwoch, 06.01.2021, 12:05 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 12:13 Uhr
Jochen Ott, Vize-Landtagsfraktionsvorsitzender der SPD.
Jochen Ott, Vize-Landtagsfraktionsvorsitzender der SPD. Foto: Rolf Vennenbernd

Alle Schüler sollten grundsätzlich versetzt werden. Manche seien wochenlang in Quarantäne gewesen. «Die Klageanfälligkeit ist extrem hoch und wir sollten uns juristische Auseinandersetzungen ersparen», sagte Ott . Schüler der 4. Klasse sollten auf eigenen Wunsch das Schuljahr wiederholen können.

Die Erprobungsstufe der Klassen 5 und 6 sollte um die Klasse 7 verlängert werden. Schüler der Klassen 8 und 9 sollten am Gymnasium auf G 9 umsteigen können. Bei den Abiturprüfungen müsse auf den tatsächlich erteilten Unterricht Rücksicht genommen werden.

Lehrer sollten das Wohlbefinden ihrer Schüler im Blick behalten und ein bis zwei Mal pro Woche mit ihnen ins Gespräch kommen. «Es gibt Schulen, da ist das Mittagessen für die Kinder überlebenswichtig», sagte Ott. An diesen Schulen sei die Essensausgabe und die nicht-digitale Verteilung von Aufgaben sicherzustellen. Für Präsenzunterricht sollten endlich größere leerstehende Räume in den Kommunen genutzt werden können.

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