Verkehr
Winterbergs OB rechnet erneut mit vielen Besuchern

Winterberg (dpa) - Trotz des verschärften Corona-Lockdowns und eines Betretungsverbots der Ski- und Rodelpisten rechnet der Winterberger Bürgermeister Michael Beckmann (CDU) mit vielen Besuchern am Wochenende. Man bereite sich auf ein größeres Aufkommen vor, teilte Beckmann am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Es werde wieder einen großen Einsatz von Ordnungsamt, Sicherheitsdienst und der Polizei geben.

Mittwoch, 06.01.2021, 16:16 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 16:22 Uhr
Ein Polizist fordert auf einer Piste im Skigebiet in Winterberg die Besucher zum Gehen auf.
Ein Polizist fordert auf einer Piste im Skigebiet in Winterberg die Besucher zum Gehen auf. Foto: Henning Kaiser

Für Beckmann ist schwer nachvollziehbar, dass weiter Tagesausflügler ins Sauerland kämen: «Mittlerweile ist es für mich sogar schon ein Stück unverständlich, dass die Menschen seit einigen Wochen und trotz der Bilder der letzte Tage unseren Appell "Bleiben Sie zu Hause" nicht ernst nehmen.»

Wegen des Ansturms vieler Schneetouristen hat die Stadt Wintersportgebiete und angrenzende Parkplätze sowie Zufahrtsstraßen gesperrt. Zuletzt am Sonntag hatte es lange Staus gegeben. Die Behörden registrierten Hunderte Verstöße gegen die Auflagen. Seit Montag war der Ansturm abgeebbt.

Entlastung am kommenden Wochenende könnte laut Beckmann vor allem ein Wintereinbruch in den Städten in Nordrhein-Westfalen bringen, aus denen die Besucher überwiegend kämen. Er hofft darauf, «dass der Schnee bis in die tiefen Lagen fällt, damit sich der Druck auf die hochgelegenen Schneegebiete deutlich verringert».

Dem von Bund und Ländern geplanten Vorhaben einer Einschränkung des Bewegungsradius in Corona-Hotspots steht das Stadtoberhaupt skeptisch gegenüber. Es sei nicht absehbar, ob sich die Anzahl der Tagesausflügler aufgrund dieser Regelung verringern werde. Den Angaben des Robert Koch-Instituts zufolge lag am Mittwoch kein Kreis und keine Kommune aus NRW über der dafür vorgesehenen Schwelle von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage.

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