Unfälle
Dramatische Rettung: Feuerwehr zieht Mann aus der Lippe

Ein angeleinter Feuerwehrmann versucht, einen betrunkenen 38-Jährigen aus der Lippe zu retten - und bekommt ihn nicht zu fassen. Ein zweiter hat schließlich Erfolg und kann den mittlerweile Bewusstlosen packen. Eins schließt die Polizei mittlerweile aus.

Montag, 18.01.2021, 16:07 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 16:22 Uhr
Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt mit Blaulicht über eine Straße.
Ein Fahrzeug der Feuerwehr fährt mit Blaulicht über eine Straße. Foto: Daniel Bockwoldt

Dorsten (dpa/lnw) - In einer dramatischen Rettungsaktion hat die Feuerwehr in Dorsten einen bewusstlosen Mann aus der Lippe gezogen. Der 38-Jährige aus Dorsten war am Sonntagabend aus noch ungeklärter Ursache in den Fluss geraten. Er kam in ein Krankenhaus. Zwischenzeitlich bestand aufgrund der Unterkühlung Lebensgefahr, wie ein Sprecher der Kreispolizei Recklinghausen am Montag sagte. Am frühen Montagnachmittag galt sein Gesundheitszustand noch immer als kritisch.

Hinweise auf eine Straftat hat die Polizei nicht. Den bisherigen Ermittlungen zufolge sei der Mann ohne Fremdeinwirkung in das Gewässer geraten, teilte die Polizei mit. «Der 38-Jährige war stark alkoholisiert», erklärte der Sprecher.

Zeugen hatten gesehen, dass der Mann in einem Nebenfluss der Lippe nicht mehr alleine aus dem Wasser kam. Sie riefen die Feuerwehr. Als die Retter eintrafen, war der Mann bereits aus dem Zulauf in die Mitte der Lippe abgetrieben worden, vermutlich wegen starker Strömung.

«Sofort versuchte ein gesicherter Kollege die Person zu erreichen», erklärte Feuerwehrsprecher Dirk Heppner . Doch dieser Versuch misslang. Daraufhin stieg ein zweiter, ebenfalls gesicherter Feuerwehrmann in das höchstens vier Grad kalte Flusswasser - mit Erfolg. Weiter flussabwärts konnte er die mittlerweile bewusstlose Person packen. «Sie musste unter Einsatz mehrerer Einsatzkräfte über eine Abbruchkante an Land gezogen werden», sagte Heppner weiter. Die Feuerwehr lobte das Verhalten der Zeugen, die aufmerksam gehandelt und die Einsatzkräfte richtig eingewiesen hätten.

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