Corona-Schutz
Laumann zum Impfstart für Klinik-Mitarbeiter

Düsseldorf (dpa/lnw) - Rund 100 000 besonders gefährdete Krankenhaus-Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen können sich von Montag an impfen lassen. Unterdessen überlegt NRW-Gesundheitsminister Laumann, die Impfpläne noch einmal etwas zu ändern.

Montag, 18.01.2021, 11:35 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 11:37 Uhr
Eine Person wird geimpft.
Eine Person wird geimpft. Foto: Sven Hoppe

Die Corona-Impfkampagne wird heute in NRW auf das Krankenhauspersonal ausgeweitet. In einem ersten Schritt können sich zunächst rund 100 000 Beschäftigte aus den besonders von Corona betroffenen Krankenhausbereichen impfen lassen. Diese Zahl nannte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ( CDU ) am Montag in Düsseldorf. Dazu gehört etwa das Personal von Isolier- oder Intensivstationen oder Notaufnahmen.

Die Landesregierung hatte an die Klinikmitarbeiter appelliert, das Angebot in Anspruch zu nehmen. «Bitte lassen Sie sich gegen Covid-19 impfen und schützen Sie damit Ihre Angehörigen und sich selbst sowie die Ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten vor einer Ausbreitung des Virus», hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

Impfungen auch für Reinigungspersonal

Die Corona-Impfungen in den Krankenhäusern sollen auch dem auf Corona-Stationen tätigen Reinigungspersonal angeboten werden. Die Impfungen sollen unabhängig vom Angestelltenverhältnis erfolgen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montag. Damit könnten auf den Corona-Station die für die Reinigungsarbeiten zuständigen Mitarbeiter ebenso geimpft werden wie Ärzte und Pfleger.

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Moderna-Impfstoff in Kliniken

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will sich am Montag persönlich über den Impfstart in den Krankenhäusern informieren. In Essen will er dazu die Uniklinik besuchen. Mitarbeiter aus Covid-19-Bereichen können sich dort an zwei Impfstraßen mit dem Impfstoff der Firma Moderna impfen lassen.

Eine erste Tranche des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna war am vergangenen Dienstag in Nordrhein-Westfalen eingetroffen. Das Präparat von Moderna ist der zweite zugelassene Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer. Die Impfkampagne hatte in NRW am 27. Dezember mit dem Biontech-Impfstoff begonnen. Bislang wurden vor allem Heimbewohner und Pflegekräfte von mobilen Teams geimpft.

Altenheime bis zum Wochenende durchgeimpft

Bis zum Ende der Woche sollen nach Angaben von Laumann alle Menschen in nordrhein-westfälischen Altenheimen, die sich dazu bereiterklärt haben, einmal durchgeimpft sein. Bislang seien in den Altenheimen rund 300 000 Menschen geimpft worden. Die Impfquote in den stationären Einrichtungen sei sehr zufriedenstellend, sagte Laumann.

Start in Impfzentren rückt näher

Unterdessen rückt auch der Start der Impfkampagne in den Impfzentren näher. In den kommenden Tagen sollen alle über 80-Jährigen, die zu Hause leben, ein Informationsschreiben bekommen, in dem sie über den Ablauf informiert werden - von der Terminvereinbarung bis hin zur eigentlichen Impfung im jeweiligen Zentrum.

Impfungen jetzt doch zu Hause?

Der Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer ist nach Angaben von Laumann auch in Einzeldosen bedingt transportfähig. Biontech habe ihm am Wochenende mitgeteilt, dass dies unter bestimmten Voraussetzungen für eine gewisse Zeit möglich sei, sagte der NRW-Gesundheitsminister am Montag.

Er arbeite mit den Kassenärztlichen Vereinigungen an einem Konzept, wie unter diesen Voraussetzungen Ärzte direkt mit dem Impfstoff zu alten Menschen ins Haus kommen könnten. Dies wäre besser als über Möglichkeiten nachzudenken, Menschen die sich nicht alleine fortbewegen können, zu den Impfungen zu bringen. Laumann rechnet damit, dass er bis Dienstagabend ein Konzept dafür haben werde.

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