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Schlichtung bei Tarifverhandlungen im NRW-Sicherheitsgewerbe

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Tarifkonflikt in der Wach- und Sicherheitsbranche in NRW soll jetzt die Schlichtung eine Lösung bringen. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und die Gewerkschaft Verdi einigten sich nach der ergebnislosen dritten Verhandlungsrunde am Montag darauf, Landesschlichterin Yvonne Sachtje einzuschalten.

Montag, 18.01.2021, 17:54 Uhr aktualisiert: 18.01.2021, 18:03 Uhr

Verdi hatte auch das modifizierte Angebot der Arbeitgeber als zu niedrig zurückgewiesen. Der BDSW will die Löhne zum 1. März 2021 um 1,9 Prozent erhöhen und nochmals um 2,6 Prozent zum 1. Januar 2022. Bislang hatten die Arbeitgeber ein Plus von 1,6 Prozent zum 1. Januar 2021 und von 2,6 Prozent zum 1. Januar 2022 angeboten. Das sei kein verbessertes Angebot, kritisierte die Gewerkschaft.

Der Tarifvertrag gilt nach Angaben des BDSW für rund 53 000 Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen, etwa Pförtner und Sicherheitsleute bei Firmen sowie im Einzelhandel. Das Sicherheitspersonal an Flughäfen ist nicht betroffen, für diese Beschäftigten gilt ein anderer Vertrag.

Die Landesschlichtung ist eine nordrehin-westfälsche Besonderheit. Sie ist beim NRW-Arbeitsministerium angesiedelt. Als neutrale Moderatorin wird sie dann aktiv, wenn die Tarifpartner das gemeinsam beantragen. Der Schlichtungsvorschlag ist aber nicht verbindlich, er muss von den Tarifkommissionen beider Seiten angenommen werden.

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