Gesundheit
Sprachnachricht über Impf-Nebenwirkungen: Kreis dementiert

Düren (dpa/lnw) - Eine in den sozialen Netzwerken kursierende Sprachnachricht über vermeintlich schwere Impf-Nebenwirkungen in Pflegeheimen im Kreis Düren hat die Behörden auf den Plan gerufen. Die Kreisverwaltung veröffentlichte eine Mitteilung unter anderem auf Facebook, in der sie den Gerüchten entgegentrat. Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn teilte dazu bereits am Dienstag mit: «An diesen Vorwürfen ist nichts dran. Das können wir nach eingehender Prüfung der Faktenlage eindeutig sagen.»

Mittwoch, 20.01.2021, 14:13 Uhr aktualisiert: 20.01.2021, 15:02 Uhr
Eine Spritze mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer liegt in einer Schale.
Eine Spritze mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer liegt in einer Schale. Foto: Boris Roessler

In der über Messenger-Dienste und andere soziale Netzwerke verbreiteten Nachricht berichtet eine Frau über angeblich gehäuft aufgetretene schwere Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen in Pflegeheimen in Düren. Auch der Todesfall eines Bewohners wird in einen Zusammenhang mit der Impfung gerückt. Zeitangaben in der Nachricht legen nahe, dass sie kurz nach dem Jahreswechsel aufgenommen wurde. Rund zwei Wochen später griffen Impfgegner die Behauptungen auf und verbreiteten sie auch überregional in den sozialen Netzwerken.

Dem Kreis zufolge kam es in den Heimen nur in wenigen Fällen «zu leichten Schmerzen im geimpften Arm, zu Müdigkeit oder zu ähnlichen leichten Erscheinungen». Alle Reaktionen seien harmlos gewesen. Ein in der Sprachnachricht zitierter Arzt habe gegenüber dem Kreis keinen Zusammenhang zwischen einem Todesfall in einem Heim und einer Impfung bestätigen können.

Auch eine angedeutete Überlastung des Rettungsdienstes hat es nach Kreisangeben nicht gegeben: «Die Zahl der Rettungseinsätze in Pflegeeinrichtungen des Kreises Düren bewegt sich nach Impfungen nicht im auffälligen Bereich.»

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