Notfälle
Sturmtief Goran wirft Bäume um und lässt Dachziegel fliegen

Ein Sturm ist am Donnerstagmorgen über Nordrhein-Westfalen gezogen. Besonders in den westlichen Landesteilen warf er zahlreiche Bäume um. Polizeien und Feuerwehren mussten häufig ausrücken.

Donnerstag, 21.01.2021, 12:05 Uhr aktualisiert: 21.01.2021, 12:12 Uhr
Blaulicht auf einem Polizei-Fahrzeug.
Blaulicht auf einem Polizei-Fahrzeug. Foto: Jens Büttner

Düsseldorf (dpa/lnw) - Heftige Sturmböen haben am Donnerstagmorgen in Nordrhein-Westfalen Bäume und Schilder umgeworfen, Mülltonnen durch die Gegend geschleudert und Gebäude beschädigt. Feuerwehr und Polizei verzeichneten Dutzende von Einsätzen. Von Verletzten wurde bis zum Mittag nichts bekannt.

Auch der Bahnverkehr war betroffen. Wegen umgestürzter Bäume zwischen Oberhausen und Emmerich wurden Fernverkehrszüge umgeleitet. Die Bäume hatten die Gleise blockiert. Betroffen war die ICE-Verbindung zwischen Köln und Amsterdam. Die Züge hatten laut Deutscher Bahn etwa 45 Minuten Verspätung. Die Halte in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen und Arnhem entfielen.

Im Märkischen Kreis blockierten Bäume mehrere Straßen. Insgesamt zählte die Polizei dort 23 wetterbedingte Einsätze. In Düsseldorf war die Feuerwehr laut einem Sprecher wegen abgebrochener Äste, umgekippter Bauzäune und herabgefallener Dachziegel im Einsatz. In Voerde im Kreis Wesel wurde eine Telefonleitung beschädigt. In Oberbruch im Kreis Heinsberg stürzte eine Laterne auf ein parkendes Fahrzeug. In Lotte im Kreis Steinfurt zerlegte der Sturm eine Holzhütte auf einem Baumarktgelände. Auch in Köln, Dortmund, Münster, Euskirchen, Krefeld oder Paderborn kam es zu zahlreichen Einsätzen.

Die schnellste schwere Sturmböe verzeichnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Morgen in Geilenkirchen (Kreis Heinsberg) mit 100 Kilometer pro Stunde. Ähnlich starke Böen wurden auch in Ahaus und Münster (98 Kilometer pro Stunde) und Düsseldorf (95) gemessen, wie der DWD-Meteorologe Bernd Hussing in Essen sagte. Interessant seien die großen Temperaturunterschiede vor dem Durchzug der Regenfront und danach gewesen. So seien etwa in Köln gegen 7.00 Uhr zwölf Grad gemessen worden, eine Stunde später dann nur noch sechs Grad. «Das war schon markant.» Für die Nacht zum Freitag rechnet der DWD erneut mit Sturmböen, die aber etwas schwächer ausfallen sollen als am Donnerstagmorgen.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-112995/3

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