Bildung
Distanzunterricht in Schulräumen gestartet

An den Schulen gibt es zum 1. Februar eine Neuerung in NRW: Schüler können zum Distanzunterricht in die Klassenzimmer kommen, wenn sie zuhause nicht lernen können.

Montag, 01.02.2021, 16:20 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 16:33 Uhr
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht.
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf (dpa/lnw) - Distanzunterricht vor Ort - seit Montag geht das in den nordrhein-westfälischen Schulen. Schüler aller Klassen von Stufe 1 bis 13 können grundsätzlich auch in den Schulen am Distanzunterricht teilnehmen, wenn sie zu Hause nicht das Umfeld dafür haben.

Wie viele Schüler am ersten Tag von dem Angebot Gebrauch machten, konnte das Schulministerium am Montag noch nicht sagen. «Die Schulen bieten diese Möglichkeit für eine überschaubare Zahl von Schülerinnen und Schüler an», antwortete Schulministerin Yvonne Gebauer ( FDP ).

Die Neuregelung gebe allen, die es aus unterschiedlichen Gründen derzeit besonders schwer hätten, Lernerfolge zu erzielen, ein wichtiges Unterstützungsangebot. Sie hätten nunmehr die Möglichkeit, ihre Aufgaben aus dem Distanzunterricht unter pädagogischer Aufsicht in den Räumen der Schule konzentriert zu bearbeiten, unterstrich Gebauer. Präsenzunterricht wird allerdings nicht erteilt.

Auch der Landesvorsitzende des Lehrerverbands Bildung und Erziehung Stefan Behlau sprach von einer sinnvollen Erweiterung der Betreuungsregelung. «Es werden Angebote für Schüler gemacht, die zuhause das Distanzlernen nicht bewältigen können.» So könne Schülern und Schülerinnen in «schwierigen Lagen» geholfen werden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Grundsätzlich begrüßte auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ( GEW ) die neue Möglichkeit. «Gleichwohl ist oftmals schon die Grenze dessen erreicht, was Schulen derzeit leisten können, weil das Personal fehlt und die Arbeitsbelastung sehr hoch ist», sagte die Landesvorsitzende Maike Finnern.

Schulen müssten die Möglichkeit erhalten, mit zusätzlichem Personal zu arbeiten. Zudem könnte es, je nach Ausstattung der jeweiligen Schule, laut GEW bei den technischen Voraussetzungen Engpässe geben - etwa, wenn Schüler keine Laptops hätten.

Zuvor hatten im Corona-Lockdown die Schulen nur für Notbetreuungen von Schülern der Klasse 1 bis 6 offen. Jetzt können sie zusätzlich Betreuung ab Klasse 7 anbieten. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Angebot könne nicht von den Eltern selbst initiiert werden, heißt es in der Schulmail.

Allgemein wird der Distanzunterricht in NRW mindestens bis 12. Februar fortgesetzt. In dieser Zeit sollten grundsätzlich keine Klassenarbeiten und Klausuren geschrieben werden.

© dpa-infocom, dpa:210201-99-258000/2

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