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Prozess: «Falsche Polizistin» soll Senioren betrogen haben

Köln (dpa/lnw) - Als Polizistin getarnt soll eine 28 Jahre alte Frau mehrere Senioren um Bargeld, Schmuck sowie Goldbarren im Wert von rund 220 000 Euro betrogen haben. Seit Mittwoch steht die Frau wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs in fünf Fällen vor dem Kölner Landgericht. Ferner wird ihr Amtsanmaßung vorgeworfen. Die Taten sollen zwischen Dezember 2018 und August 2019 in Köln, Düsseldorf, Witten, Velbert und Wesel begangen worden sein.

Mittwoch, 03.02.2021, 13:17 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 13:32 Uhr
Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne.
Die Statue der Justitia steht im Gegenlicht der Sonne. Foto: Arne Dedert

Laut Anklage fungierte die Deutsche als Abholerin bei der Betrugsmasche «falscher Polizist am Telefon». Dabei geben sich Anrufer gegenüber ihren Opfern als Polizeibeamte aus und behaupten, sie vor Einbrecherbanden warnen zu wollen. Unter dem Vorwand, Bargeld, Schmuck oder sonstige Wertgegenstände vor diesen sichern zu wollen, veranlassen sie die Senioren dazu, ihnen ihre Kostbarkeiten auszuhändigen. Über Mittelsmänner gelangt die Beute dann zu den eigentlichen, von der Staatsanwaltschaft in diesem Fall in der Türkei vermuteten, Hintermännern.

Zwei von der Bande ins Visier genommene Senioren im Alter von 89 und 91 Jahren schöpften jedoch Verdacht. So soll ein 91-Jähriger in einem Tresor befindliche Silberbarren im Wert von rund 20 000 Euro vor der Bande in seiner Garage versteckt haben. Ein 89-Jähriger habe bei der geplanten Übergabe von der Angeklagten einen Polizeidienstausweis sehen wollen. Da die Frau diesen nicht habe vorzeigen können, sei die Übergabe von Bargeld und Goldmünzen im Gesamtwert von 39 000 Euro geplatzt.

© dpa-infocom, dpa:210202-99-273384/3

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