Fußball
DFB hält Kritik von Paderborn-Coach Baumgart für überzogen

Paderborn (dpa) - Jochen Drees hat das Verhalten von Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) beim Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn (3:2 n.V.) verteidigt. Nach Meinung des Projektleiters für den Bereich Video-Assistent beim DFB ist die Kritik von Paderborn-Coach Steffen Baumgart überzogen, wonach sich der Referee bei der Überprüfung des umstrittenen Siegtreffers von BVB-Angreifer Erling Haaland (95.) respektlos verhalten habe.

Mittwoch, 03.02.2021, 16:46 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 16:52 Uhr
Jochen Drees, Projektleiter Video Assist.
Jochen Drees, Projektleiter Video Assist. Foto: Arne Dedert

Demnach sei der Gang des Schiedsrichters zum TV-Bildschirm an der Seitenlinie «keine Frage des Respekts». «Ein On-Field-Review (OFR) ergibt nur Sinn, wenn der Video-Assistent dem Schiedsrichter einen bildlichen Beleg liefern kann, der die Wahrnehmung auf dem Feld eindeutig widerlegt. Dies war in der Szene am gestrigen Abend aber nicht möglich», sagte Drees .

Baumgart hatte sich im Anschluss an die Partie in einem Fernseh-Interview kritisch über die Leistung des Schiedsrichter-Teams um Stieler (Hamburg) geäußert. Dabei hatte er die fehlende Bereitschaft des Referees beklagt, sich den im Kölner Videokeller überprüften BVB-Siegtreffer persönlich auf einem Monitor am Spielfeldrand anzuschauen. Nach Einschätzung des Trainers hatte keiner seiner Spieler - entgegen der Wahrnehmung von Stieler - den Ball vorher berührt und damit die Abseitsposition des Norwegers aufgehoben.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-288855/2

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