Tarife
Neuer Einigungsversuch bei Metall-Tarifverhandlungen in NRW

Zum zweiten Mal in der Corona-Krise gibt es in der Metall- und Elektroindustrie Tarifverhandlungen. Bislang liegen die Positionen weit auseinander. In NRW gibt es einen neuen Einigungsversuch.

Mittwoch, 24.02.2021, 04:00 Uhr aktualisiert: 24.02.2021, 04:12 Uhr
Das Logo der IG Metall hängt über der Bühne beim ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall. (zu dpa «Große Gewerkschaften verlieren einige Mitglieder»).
Das Logo der IG Metall hängt über der Bühne beim ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall. (zu dpa «Große Gewerkschaften verlieren einige Mitglieder»). Foto: Daniel Karmann

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie unternehmen Arbeitgeber und die IG Metall am Mittwoch (11.00 Uhr) in Nordrhein-Westfalen einen weiteren Einigungsversuch. Die Vertreter beider Seiten treffen sich zur vierten Verhandlungsrunde für die rund 700 000 Beschäftigten der Branche im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Die Positionen liegen noch weit auseinander. Die Gewerkschaft fordert ein Entgelt-Volumen von 4,0 Prozent, das bei schwacher Nachfrage auch zum Teilausgleich von Lohnausfällen bei einer Arbeitszeitverkürzung dienen könnte. Zudem will die IG Metall sogenannte Zukunftstarifverträge mit verbindlichen Absprachen zu Technologien, Investitionen und Arbeitsplätzen durchsetzen.

Die Arbeitgeber sehen wegen der anhaltenden Corona-Pandemie erst im nächsten Jahr Spielraum für Tariferhöhungen. Sie hatten in der dritten Verhandlungsrunde einen Vorschlag vorgelegt, der unter anderem eine Einmalzahlung im ersten Halbjahr 2022 sowie einer Erhöhung der Entgelttabellen im zweiten Halbjahr 2022 vorsieht. Konkrete Zahlen hatten sie nicht genannt.

Am kommenden Montag (1. März) will die IG Metall mit einem bundesweiten Online-Aktionstag Druck für ihre Forderungen machen. Um Mitternacht läuft dann die Friedenspflicht aus. Danach sind Warnstreikaktionen möglich. In dieser Woche laufen auch noch regionale Verhandlungen in Bayern und Baden-Württemberg.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-562505/2

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