Kriminalität
Millionenschwerer Betrug im Sicherheitsgewerbe

Köln (dpa/lnw) - Wegen eines millionenschweren Betrugs im Sicherheitsgewerbe haben Kölner Ermittler mehr als 30 Objekte durchsucht und einen Verdächtigen festgenommen. Gegen den 50-Jährigen, den die Fahnder am Düsseldorfer Flughafen stellten, sei Haftbefehl erlassen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Insgesamt gebe es 36 Beschuldigte. Unter anderem gehe es um den Verdacht des besonders schweren Falls des Bankrottes, der Untreue, der Insolvenzverschleppung, des Sozialversicherungsbetruges sowie der Urkundenfälschung in rund 900 Fällen. Der Schaden für die Gläubiger belaufe sich auf mehr als sieben Millionen Euro.

Donnerstag, 25.02.2021, 11:38 Uhr aktualisiert: 25.02.2021, 11:52 Uhr

Die Ermittlungen liefen den Angaben zufolge bereits seit 15 Monaten. Am Dienstag und Mittwoch durchsuchten Ermittler 33 Wohnungen und Geschäftsräume in Köln und anderen Orten in NRW sowie ein Objekt in Rheinland-Pfalz. Aufgrund richterlicher Anordnungen seien dabei mehrere Immobilien und Vermögenswerte vollstreckt worden. An den Einsatzmaßnahmen waren etwa 250 Beamte der Polizei, des Hauptzollamts Köln sowie der Staatsanwaltschaft Köln beteiligt. Weitere Angaben zu dem Fall wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.

© dpa-infocom, dpa:210225-99-587958/2

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