Gesundheit
Laumann verurteilt Impf-Vordrängler

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sogenannte Impf-Vordrängler scharf kritisiert. Er habe volles Verständnis, dass bekannt gewordene Fälle den Menschen «zurecht richtig - wie man in Westfalen sagt - sauer aufstoßen», sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. «Die gesellschaftliche Ächtung darüber steht außer Frage», sagte der Minister weiter.

Montag, 01.03.2021, 14:43 Uhr aktualisiert: 01.03.2021, 14:52 Uhr
Karl-Josef Laumann (CDU) spricht während einer Pressekonferenz.
Karl-Josef Laumann (CDU) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini

Der CDU-Politiker sieht nach eigenen Worten kein «Massenproblem», aber ein «Gerechtigkeitsproblem». Laumann betonte - ohne Namen zu nennen - die Einzelfälle hätten negative Auswirkungen auf das Vertrauen in das Impfsystem.

Zuletzt war unter anderem bekannt geworden, dass zwei Landtagsabgeordnete und Personen aus ihrem persönlichen Umfeld bereits geimpft worden sind. Sowohl der FDP-Politiker Ralph Bombis als auch AfD-Fraktionschef Markus Wagner betreiben Heime, wodurch sie an die Impfungen kamen. Beide hatten ihre eigene Impfung verteidigt. Wagner hatte die Impfung seines Sohnes (16) damit begründet, dass der auch immer wieder mal in der Einrichtung arbeite.

© dpa-infocom, dpa:210301-99-641943/2

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