Gesundheit
Münsters Oberbürgermeister: «Noch lange nicht über den Berg»

Münster (dpa/lnw) - Angesichts in Aussicht stehender Lockerungen für Kommunen mit niedriger Corona-Inzidenz mahnt Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe weiter zu Zurückhaltung. «Wir sind noch lange nicht über den Berg», sagte der CDU-Politiker am Donnerstag dem Radiosender WDR2. Er vermisse bei den bisherigen Beschlüssen weiterhin Konzepte für eine «intelligente digitale Nachverfolgung». Auch das Festhalten an den Inzidenz-Zahlen sehe er kritisch. Mit einem Wert von knapp unter 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen der vergangenen Woche liegt Münster deutlich unter dem nordrhein-westfälischen Landesdurchschnitt von 62,8.

Donnerstag, 04.03.2021, 11:05 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 11:12 Uhr
Markus Lewe, Vizepräsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Münster.
Markus Lewe, Vizepräsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Münster. Foto: Fabian Strauch

Er sehe kein Problem darin, Museen und Zoos sowie auf verantwortungsvolle Art und Weise auch Einzelhandel und Gastronomie mit ihren Außenbereichen wieder zu öffnen, sagte Lewe . Doch es gebe auch Probleme, die man lösen müsse: «Wenn ich jetzt hier so eine Art Gravitationsfeld schaffe und alle hierherströmen, dann habe ich natürlich wenig Kontrolle darüber», sagte Lewe weiter. Er plädiere daher für mehr digitale Nachverfolgung sowie für Zugänge nur für diejenigen, die nachweisen können, nicht infektiös zu sein. Das könnten etwa PCR-Tests, Schnelltests, aber auch Impfnachweise oder überstandene Corona-Infektionen sein. «Zu solchen Systemem zu kommen, zumindest für die Übergangszeit, das fehlt mir ein bisschen», sagte er.

Gemeinsam mit den Oberbürgermeistern von Rostock und Tübingen hatte sich Lewe Anfang der Woche für mehr Verantwortung der Kommunen ausgesprochen.

© dpa-infocom, dpa:210304-99-684317/2

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