Wohnen
Demonstranten besetzen Haus neben früherer Hochtief-Zentrale

Essen (dpa/lnw) - Demonstranten haben am Montag ein leerstehendes Wohnhaus neben der früheren, ebenfalls leerstehenden Zentrale des Essener Baukonzerns Hochtief besetzt. Laut Polizei hängten sie Plakate aus den Fenstern mit Aufschriften wie «Besetzung ist kein Verbrechen», «Räume für alle die sie brauchen» und «Antipatriarchaler Kampftag».

Montag, 08.03.2021, 13:46 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 13:52 Uhr
Demonstranten schauen aus dem Dachfenster des besetzten Hauses, das sich auf der Rückseite der alten Hochtief-Zentrale befindet.
Demonstranten schauen aus dem Dachfenster des besetzten Hauses, das sich auf der Rückseite der alten Hochtief-Zentrale befindet. Foto: Roland Weihrauch

Die Besetzung sei gewaltlos abgelaufen, die Demonstranten hätten außerdem unter einem Privatnamen eine Mahnwache vor dem Gebäude angemeldet, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei war am Vormittag mit mehreren Beamten vor Ort. Um die Mittagszeit geleiteten Polizeibeamte die Demonstranten ohne Widerstand aus dem Haus. Von sechs Personen seien die Personalien festgestellt worden, sagte die Sprecherin.

Die frühere Konzernzentrale sowie die umliegenden Wohngebäude sind seit geraumer Zeit leergezogen. Hochtief plant auf dem Gelände den Bau einer neuen, sechsgeschossigen Konzernzentrale, in der 1100 Menschen arbeiten sollen.

Eine Sprecherin der Besetzer sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass es sich bei den Besetzerinnen und Besetzern um Transmenschen handele. Über deren Anzahl machte sie keine Angaben. Unter anderem fordere man einen geschützten Wohnraum und ein offenes Ladenlokal für Transmenschen. Mit der Aktion wolle man außerdem gegen den Abriss eines intakten Wohngebäudes protestieren.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-733376/4

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