Verteidigung
Neue Ausbildung bei Bundeswehr: Freiwillige im Heimatschutz

Höxter (dpa/lnw) - Marschieren, Sport, Schießübungen und Übernachten im Gelände - für 18 angehende Soldaten hat die militärische Grundausbildung in Höxter begonnen. Am Ende sind die Männer im Alter zwischen 17 und 27 Jahre Reservisten im Heimatschutz bei der Bundeswehr und werden ab September an Standorten in Nordrhein-Westfalen eingesetzt. Am Mittwoch stellte die Bundeswehr das Projekt in der General-Weber-Kaserne im Weserbergland im Rahmen eines Medientages vor. «Neu ist, dass die Präsenzphase mit der Reservistenphase verquickt wird», sagte Oberstleutnant und Pressesprecher Stefan Heydt.

Mittwoch, 21.04.2021, 15:02 Uhr aktualisiert: 21.04.2021, 15:12 Uhr
Ein Schild mit der Aufschrift "Info Punkt" auf dem Gelände der General-Weber-Kaserne.
Ein Schild mit der Aufschrift "Info Punkt" auf dem Gelände der General-Weber-Kaserne. Foto: Friso Gentsch

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU ) will durch das Angebot zusätzliche Kräfte für Krisen- und Katastropheneinsätze im Inland bereithalten, wie sie derzeit auch in der Corona-Pandemie benötigt werden. Der Dienst steht unter dem Motto «Dein Jahr für Deutschland».

Dazu werden laut Heydt die Teilnehmer seit dem 6. April zuerst klassisch militärisch ausgebildet. Und das bundesweit in elf Kasernen. Es folgt eine Spezialausbildung an drei Standorten in Berlin, Wildflecken (Bayern) und Delmenhorst (Niedersachsen). Dann folgt eine weitere Ausbildung über drei Wochen in den jeweiligen Landeskommandos. In Nordrhein-Westfalen gibt es Heimatschutz-Kompanien in Düsseldorf (Rheinland), Unna (Ruhrgebiet) und Ahlen (Westfalen). Hier lernen die Soldaten Spezialwissen über die Region, wie kritische Infrastruktur und die Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden.

«Die Soldaten werden nur regional eingesetzt. Sie sind nicht versetzbar und auch ein Auslandsaufenthalt ist ausgeschlossen», sagt Heydt. Im September sollen dann in NRW 80 Reservisten in NRW ihren Dienst von fünf Monaten verteilt über sechs Jahre beginnen. Sie könnten dann, wie jetzt bereits andere Soldaten, in Impfzentren eingesetzt werden oder bei Notlagen wie Hochwasser, Sturm oder heftigen Schneefall wie zuletzt im Februar.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-294348/4

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