Reuls Rückfahrszenario in Sachen Laschet-Nachfolge
Der Puzzlespieler des Übergangs

Rhede/Düsseldorf -

Es dürfte eine muntere Runde werden am kommenden Montag. An diesem Tag kommt der Vorstand der NRW-CDU – wahrscheinlich online – zusammen, um über nicht weniger als die beiden derzeit wichtigsten politischen Ämter in Nordrhein-Westfalen zu beraten: das des Ministerpräsidenten und das des Chefs der Landes-CDU, der stärksten Regierungspartei im Landtag. Von Frank Polke
Montag, 03.05.2021, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 03.05.2021, 20:00 Uhr
Innenminister Herbert Reul gilt als ein möglicher Kandidat für den Parteivorsitz.
Innenminister Herbert Reul gilt als ein möglicher Kandidat für den Parteivorsitz. Foto: imago/Future Image
Entschieden werden dürfte das Rennen um die Nach­folge von Armin Laschet aber an diesem Tag noch nicht. Wenn sich die Parteigranden zusammenfinden, dürfte ihnen eines bewusst sein: Eine öffentliche Personalauseinandersetzung nach dem Vorbild der verpatzten Kanzlerkandidatur kann sich die NRW-CDU, kann sich auch der Kanzlerkandidat Laschet nicht leisten. Oder noch schlimmer: eine Wiederkehr der von Norbert Röttgen vermasselten Kandidatur 2012, als er sich als Spitzenkandidat für Nordrhein-Westfalen eine Rückkehroption in sein Bundesministerium in Berlin offenhielt – und damit grandios scheiterte. Ein Rückfahrticket auch für Armin Laschet im Fall einer verlorenen gegangenen Bundestagswahl? Eigentlich undenkbar für einen Kanzlerkandidaten mit bundespolitischem Anspruch.
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