Die kleinen Parteien und ihre Wahlergebnisse
Die Hitparade von hinten

Münster -

„Die Partei“ ist Spitzenreiter der Landtagswahl 2017 in Münster – jedenfalls wenn man mal die Spitzengruppe vergisst. Am wenigsten Wähler sammelte eine Partei ein, die nichts von Parteien hält. Ein Rückblick auf die Verlierer.

Montag, 15.05.2017, 18:05 Uhr

Stimmenzähler bei der Arbeit – diesmal traten 31 Parteien an. 
Stimmenzähler bei der Arbeit – diesmal traten 31 Parteien an.  Foto: Matthias Ahlke

Alles ist relativ. „Eine Steigerung der Zahl der Zweitstimmen in Münster um rund 75 Prozent zeigt uns, dass wir zunehmend als wählbare Alternative wahrgenommen werden!“ So freuen sich die Kandidaten der ÖDP , Franz Pohlmann und Michael Krapp , über das „gute Wahlergebnis“. Die konservativen Ökologen wählten 704 Münsteraner, oder 0,4 Prozent. Kurioserweise wählten noch mehr, nämlich 1055, die ÖDP-Direktkandidaten. Was darauf hindeuten könnte, dass manche Wähler die Erst- und Zweitstimme nicht auseinanderhalten.

Spitzenreiter unter den Abgeschlagenen der 31 Parteien auf dem Wahlzettel ist übrigens die Satire-Vereinigung „Die Partei“, die auf 1440 Stimmen und 0,9 Prozent kommt. Rang drei von hinten beansprucht dann schon die Tierschutzpartei, die mit 645 Wählern rund 0,4 Prozent der Zweitstimmenwähler erreicht.

Nennenswerte Stimmenanteile erhalten ansonsten noch die Freien Wähler (421, 0,25 %) und die V-Partei³ (247, 0,15 %). Letztere übrigens propagiert die vegane Lebensweise.

Rechts und links des Parteienspektrums tummeln sich Splittergruppen. Die DKP kommt auf 107 Wähler (0,06 %), genauso viele wie die noch linkere MLPD.

Die Rechte (11) und die Republikaner (37) rangieren im Promillebereich, die NPD liegt bei 183 Stimmen (0,08 %). Einsam müssen sich die Anhänger der PAN-Partei fühlen. Die esoterischen Parteilosen wählten sieben Münsteraner.

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