Apetito-Bilanz 2017
Zukunftsmarkt Seniorenheime

Düsseldorf/Rheine -

Gute Zahlen für 2017, aber noch bessere Erwartungen für die kommenden Jahre – so lässt sich die Lage beim Tiefkühlkost-Hersteller und Caterer Apetito aus Rheine zusammenfassen. Die Zukunft wird vor allem vom wachsenden Seniorenmarkt bestimmt.

Dienstag, 15.05.2018, 17:05 Uhr

Apetito produziert Essen – unter anderem für Seniorenheime, Kitas und Betriebskantinen. Die Schwesterfirma stellt als Caterer das Personal vor Ort.
Apetito produziert Essen – unter anderem für Seniorenheime, Kitas und Betriebskantinen. Die Schwesterfirma stellt als Caterer das Personal vor Ort. Foto: dpa

Apetito spannt auch die Kinder der Mitarbeiter ein – als „Qualitätsdetektive“. Das heißt, der Nachwuchs schaut hinter die Kulissen des Herstellers von Tiefkühlmenüs aus Rheine und „nimmt die internen Qualitätsprozesse unter die Lupe“, berichtete am Dienstag der Vorstandssprecher der Apetito AG, Guido Hildebrandt , bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2017 in Düsseldorf.

Einen Rekordumsatz von 840 Millionen €  meldete Hildebrandt für das vergangene Jahr, wenn auch der Zuwachs mit 1,3 Prozent wegen negativer Währungseffekte im Geschäft in England und die zurückgehende Belieferung von Flüchtlingsunterkünften nicht üppig ausfiel. Wechselkursbereinigt habe das Umsatzzuwachs bei vier Prozent gelegen, berichtete der Apetito-Chef.

Hohe Rohwarenpreise, steigende Personalkosten und üppige Investitionen drückten indes den Gewinn: Der Jahresüberschuss nach Steuern schrumpfte im Konzern von 46 Millionen auf lediglich noch 40 Millionen € . Mittlerweile beschäftigt Apetito weltweit fast 8700 Mitarbeiter – ein Plus von rund 200. Am Firmensitz in Rheine arbeiten derzeit 1600 Beschäftigte.

Bilanzzahlen

►Umsatz der Firmengruppe: 840 Millionen €  (plus 1,3 Prozent)

►Jahresüberschuss nach Steuern: 40 Millionen €  (Vorjahr: 46 Mio. € )

►Auslandsanteil am Umsatz: 34,4 Prozent (Vorjahr: 34,9 Prozent)

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Apetito macht im Konzern zwei Drittel seines Umsatzes im sogenannten „Systemgeschäft“, das die Belieferung von Krankenhäusern und Seniorenheimen (67 Prozent), Kitas und Schulen (25 Prozent) sowie Unternehmenskantinen (acht Prozent) umfasst. Ein Drittel des Umsatzes wird im Einzelhandel erzielt – mit Handelsmarken und mit der Marke Costa für Meeresprodukte. Im Handel gebe es seit März 2018 allerdings nicht mehr die Marke „Apetito“, teilte Hildebrandt mit.

Hinzu kommen die um zwei Prozent auf 173 Millionen €  gewachsenen Erlöse des Catering-Geschäfts. Mit zusätzlichen Servicegesellschaften seien weitere 62,4 Millionen €  Umsatz erwirtschaftet worden, erklärte Andreas Oellerich, Geschäftsführer von Apetito Catering.

Ehrgeizige Ziele hat der Apetito-Chef für die kommenden Jahre: Hildebrandt plant bis 2021 ein jährliches Umsatzwachstum von sechs bis sieben Prozent. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das auch schon 2018 schaffen“, erklärte der Unternehmenschef. Den stärksten Boom erwartet Hildebrandt im Care-Geschäft, also in Krankenhäusern und vor allem im Seniorensegment.

Lieblingsgerichte

Apetito ermittelt in den einzelnen Geschäftssparten die Hitlisten der Lieblingsgerichte.

Hier jeweils die erste drei Plätze: Kitas & Schulen Titel

Apetito ermittelt in den einzelnen Geschäftssparten die Hitlisten der Lieblingsgerichte. Hier jeweils die erste drei Plätze:

Kitas & Schulen

1. Tomatensuppe mit Reis und Rindfleischklößchen

2. Gemüseravioli in Tomatensoße

3. Vegetarische Linsensuppe

Am Arbeitsplatz

1. Currywurst mit Wellenschnittpommes

2. Schnitzel mir Röstkartoffeln3. Spaghetti Bolognese

Senioren

1. Rinderroulade mit Kartoffeln und Rotkohl

2. Leberkäse mit Kartoffeln und Sauerkraut

3. Grüne-Bohnen-Eintopf mit Rindfleisch

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