Stabile Basis für weiteres Wachstum
IHK und Handwerkskammer blicken ins kommende Jahr

Münster -

Die Kraft des Wirtschaftsaufschwungs lässt 2019 zwar etwas nach. Doch im Münsterland bleiben die Aussichten weiter rosig. Sowohl die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK) als auch die Handwerkskammer Münster blicken mit viel Zuversicht auf das kommende Jahr. 

Donnerstag, 27.12.2018, 19:10 Uhr aktualisiert: 27.12.2018, 19:37 Uhr
Stabile Basis für weiteres Wachstum: IHK und Handwerkskammer blicken ins kommende Jahr
Foto: Gunnar A. Pier (Archiv-Foto)

Trotz zunehmender Konjunkturrisiken hält IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer „ein solides Wachstum für realistisch“. „Der Höhenflug ist zwar vorbei, aber die regionale Wirtschaft wächst auch im neuen Jahr weiter“, ist Hüffer überzeugt.

Vor allem die anhaltend starke Binnenkonjunktur nährt die Zuversicht Hüffers. „Die gute Beschäftigungslage und die gute Auslastung der Betriebe bilden ein stabiles Fundament“, so der IHK-Präsident. Volle Auftragsbücher melde vor allem der Maschinen- und Anlagenbau. Für die Wirtschaft der Region insgesamt erwartet Hüffer: „2019 wird aller Voraussicht nach das zehnte Wachstumsjahr in Folge – eine bemerkenswert lange Aufschwungphase.“

Auch Handwerkskammer-Präsident Hans Hund und Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz sind optimistisch gestimmt:  Über alle Branchen hinweg blickten die Betriebe positiv in die Zukunft. Jeder Fünfte prognostiziere sogar, dass sich die Geschäftslage in den kommenden Monaten verbessert – und das gegenüber dem sowieso schon sehr hohen Ausgangsniveau, so Hund und Banasiewicz. 76 Prozent erwarten eine gleichbleibende Konjunktur, nur fünf Prozent befürchten eine Verschlechterung.

Trotz des wachsenden Fachkräftemangels gelingt es bislang noch in Handwerk, Industrie und Handel, neue Stellen zu schaffen. So meldeten beispielsweise die Handwerksbetriebe in der Region bei sinkenden Schulabgängerzahlen und anhaltendem Trend zur akademischen Ausbildung, dass seit Jahresbeginn bis Ende November 5468 neue Lehrlinge eine Ausbildung im Handwerk begonnen hätten – ein Anstieg um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel wertet das kräftige Plus an Auszubildenden in 2018 als „wichtigen Beitrag der Unternehmen zur Fachkräftesicherung“. Das Wachstum lag mit fast drei Prozent deutlich über dem NRW-Landesdurchschnitt von 1,6 Prozent. Die IHK unterstütze die Betriebe bei der Suche nach Auszubildenden, so Jaeckel. Fast 500 Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben hat die IHK inzwischen initiiert, mehr als 1000 IHK-Ausbildungsbotschafter waren schon im Einsatz, um in Schulen über die Vorzüge einer betrieblichen Ausbildung zu berichten.

„Ein bemerkenswertes Zeichen“ ist für den Hauptgeschäftsführer der Zuwachs der industriell-technischen Auszubildenden um fast neun Prozent im Kammerbezirk. „Die Industrie investiert weiter in die Zukunft unserer Region und bleibt ein zentraler Motor der wirtschaftlichen Entwicklung“, lobt Jaeckel das Engagement der Unternehmen.

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