Privatkunden kaufen mehr Saatgut
Die Biene belebt das Geschäft mit Hobbygärtnern

Münster/Berlin -

Salat, Paprika und Blumen: Viele Hobbygärtner laufen sich jetzt warm. Sie kaufen Jungpflanzen und Samen. Vor allem von einem Trend will die Saatgut-Branche profitieren.

Montag, 15.04.2019, 16:54 Uhr aktualisiert: 15.04.2019, 17:10 Uhr
Privatkunden kaufen mehr Saatgut: Die Biene belebt das Geschäft mit Hobbygärtnern
Foto: colourbox.de (Symbolbild)

Mit den Händen in der Erde wühlen, eine Samentüte öffnen, das eigene Gemüse ernten: Viele Menschen macht das glücklich. Verglichen mit der professionellen Landwirtschaft sind Hobbygärtner für die Saatgut-Branche wirtschaftlich zwar nur eine kleine Größe. Nach der Wende brach die Nachfrage nach Saatgut-Tüten sogar ein. Doch nun entwickelt sich der Markt nach Brancheneinschätzung wieder spürbar. Händler sprechen von einem boomenden Markt.

Im Trend Insektenblumenmischungen

Und die Biene sorgt für eine noch stärkere Nachfrage. Der Run auf Saatgut, das Bienen anlockt, ist wirtschaftlich relevant und spürbar geworden, so der Industrieverband Garten. „Besonders Bienenweiden bzw. Insektenblumenmischungen liegen aktuell voll im Trend“, bestätigt auch Jörn Schierloh , Leiter Category Management Garten bei der Agravis Raiffeisen AG in Münster.

Garten-Gruppen in sozialen Netzwerken beliebt

Das Bild des deutschen Kleingärtners ist nicht mehr so starr wie früher. In Städten schließen sich junge Leute zusammen und bewirtschaften Flächen. In sozialen Netzwerken wie Facebook gibt es Garten-Gruppen. Auf der Videoplattform Youtube schauen Tausende Nutzer zu, wie Hobbygärtner Pflanzen pikieren, mit Unkraut kämpfen oder Kompost mit der Schubkarre durch den Garten schieben.

In vielen Gewächshäusern im Münsterland riecht es nach Erde. Aus dem Boden wachsen Salate – die Saison läuft für Gartenbetriebe schon auf Hochtouren. Auch bei Agravis gehören Salat-Samen zu den stark gefragten Produkten. Schierloh: „Damit verbunden haben Kunden vermehrtes Interesse an Hochbeeten aus Holz, Stein oder Kunststoff sowie an speziellen Erden für die Anzucht und Aussaat im Beet.“ Für die Raiffeisen-Märkte gehöre der Sortimentsbereich Garten zusammen mit der Heimtiersparte zu den umsatzstärksten Produktgruppen, so Schierloh.

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