Sparda-Bank West steigert Geschäft/Jahresüberschuss schrumpft
„Keine Strafzinsen für Bestandskunden“

Die Sparda-Bank West hat am Montag eine gemischte Bilanz vorgelegt. Das Geschäft wächst, die Gewinne sinken. Doch für die Kunden gibt es gute Nachrichten.

Montag, 16.03.2020, 14:08 Uhr
Sparda-Bank-Filiale in Münster
Sparda-Bank-Filiale in Münster

Münster/DüsseldorfDie Kunden der Sparda-Bank West bleiben weiterhin von Strafzinsen verschont. Zur Weitergabe der Negativzinsen der Europäischen Zen­tralbank (EZB) stellte der Vorstandsvorsitzende des Geldhauses, Manfred Stevermann, am Montag in einer Pressemitteilung, die wegen der Coronavirus-Krise die Bilanzpressekonferenz ersetzte, klar: „Wir verzichten immer noch darauf, unsere klassischen Bestandskunden auf diese Art und Weise an den Kosten ihrer Einlagen zu beteiligen. Wir werden etwaige Entscheidungen über Verwahrentgelte stets sehr gut abwägen und prüfen.“

Münster/DüsseldorfDie Kunden der Sparda-Bank West bleiben weiterhin von Strafzinsen verschont. Zur Weitergabe der Negativzinsen der Europäischen Zen­tralbank (EZB) stellte der Vorstandsvorsitzende des Geldhauses, Manfred Stevermann, am Montag in einer Pressemitteilung, die wegen der Coronavirus-Krise die Bilanzpressekonferenz ersetzte, klar: „Wir verzichten immer noch darauf, unsere klassischen Bestandskunden auf diese Art und Weise an den Kosten ihrer Einlagen zu beteiligen. Wir werden etwaige Entscheidungen über Verwahrentgelte stets sehr gut abwägen und prüfen.

Für dasGeschäftsjahr 2019 legte die Sparda-Bank West, zu der seit dem Jahr 2018 auch die ehemalige Sparda-Bank Münster zählt, eine gemischte Bilanz vor: Die Kundeneinlagen wuchsen um 4,5 Prozent auf 11,4 Milliarden €. Im Bereich Münster lag der Zuwachs lediglich bei 3,1 Prozent (siehe Kasten).

Geschäftsjahr 2019 legte die Sparda-Bank West, zu der seit dem Jahr 2018 auch die ehemalige Sparda-Bank Münster zählt, eine gemischte Bilanz vor: Die Kundeneinlagen wuchsen um 4,5 Prozent auf 11,4 Milliarden €. Im Bereich Münster lag der Zuwachs lediglich bei 3,1 Prozent (siehe Kasten)

Der Kreditbestand erhöhte sich binnen Jahresfrist um 2,4 Prozent auf 6,4 Milliarden €. Besonders stark wuchs das Neugeschäft mit Baufinanzierungen – und zwar um 17,7 Prozent auf 1,38 Milliarden €. Im Bereich Münster wuchs das Baufinanzierungsvolumen um 4,1 Prozent auf 452 Millionen €. Stevermann: „Die Baufinanzierungen sind eines unserer zentralen Geschäftsfelder und haben eine enorme Bedeutung für unsere Erfolgsbilanz.“

Ein deutliches Minus verbuchte die Genossenschaftsbank im vergangenen Jahr bei ihrem Jahresüberschuss. Der sank um 30 Prozent auf lediglich noch 7,5 Millionen €. Dennoch will der Vorstand der Vertreterversammlung im Juni eine unveränderte Dividende von zwei Prozent vorschlagen.

Während das Zinsergebnis wegen der Nullzinspolitik der EZB um 5,3 Prozent auf knapp 140 Millionen € schrumpfte, konnte die Sparda-Bank ihr Provisionsergebnis um 9,4 Prozent auf 53,6 Millionen € steigern. „Das Plus kann sich sehen lassen, bei den Provisionen sind wir eindeutig auf dem richtigen Weg“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Geldinstituts.

Die Sparda-Bank West betonte indes, dass man sich im vergangenen Jahr intensiv mit einer strukturellen Neuausrichtung beschäftigt und die dafür notwendigen Maßnahmen auf den Weg gebracht habe. Wie von unserer Zeitung bereits berichtet, soll das Filialnetz in zwei Schritten verändert werden. „Bis zum 26. Juni dieses Jahres werden 20 Filialen geschlossen“, hieß es erneut. Dabei ist auch der Standort Münster betroffen: Die Filiale in Münster-Zentrum-Nord wird im Juni mit der Sparda-Bank-Filiale Münster-City zusammengelegt.

 

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