Pumpenhaus



Alles zum Schlagwort "Pumpenhaus"


  • Benjamin Vandewalle und Platform K mit „Common Ground“ im Pumpenhaus

    So., 07.04.2019

    Vom sadistischen Pianisten angetrieben

    Choreograf Benjamin Vandewalle mit den Tänzern Kobe Wyffels und Hannah Bekemans

    „Frei umherschweifende Atome“ ist die Eingangsszene von Common Ground“ überschrieben. Und genau das ist es, was Choreograf Benjamin Vandewalle mit seinen beiden Tänzern im Pumpenhaus macht. Spielerisch sausen sie über die Bühne und scheinen reichlich Spaß dabei zu haben. Aber das währt nicht lange. Am Bühnenrand sitzt mit Christian Mendoza ein sadistischer Pianist, der zwischendurch immer wieder ein Stakkato in die Tasten haut und die drei damit in hektische Bewegungen treibt. Das hat Power und eine ganz eigene Ästhetik. Nicht graziös und verfeinert gestaltet sich hier der Tanz, sondern rau und unmittelbar.

  • „Battleground“ im Pumpenhaus

    So., 31.03.2019

    Ein Kampf für die Selbstbestimmung

    Louise Lecavalier legt ein hohes Tanz-Tempo vor.

    In schwarzer Lederhose und Kapuzenpulli betritt sie die Bühne. Mit einsetzender Musik beginnt ihre Hand zu flattern. Fahrig und unkontrolliert wirkt das. Doch das ändert sich, als sich die Bewegung auf die Arme und schließlich auf den ganzen Körper überträgt. Unwillkürlich denkt man an einen Lagerarbeiter, der tausend kleine Dinge in tausend Fächer eines Regals einsortiert – hochkonzentriert und mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Fast hat man den Eindruck, als würde sie die einzelnen Töne der Musik sortieren und zu immer wieder neuen, unberechenbaren Kompositionen anordnen.

  • Louise Lecavalier mit „Battleground“ im Pumpenhaus

    Di., 26.03.2019

    Kampf gegen innere Dämonen

    Louise Lecavalier hat mit David Bowie zusammengearbeitet.

    Die Frankokanadierin Louise Lecavalier (zu Weltruhm gelangt durch ihre Arbeit mit „Compagnie La La La Human Steps“ sowie mit David Bowie) präsentiert ihr Produktion „Battle­ground“ im Pumpenhaus. Im November mussten die Vorstellungen aufgrund von Verletzung ausfallen, nun ist die 60-Jährige zusammen mit Robert Abubo zurück und will einen bestürmend energiegeladenen Kampf gegen die inneren Dämonen entfesseln.

  • Klanglandschaften Türkei und Armenien im Pumpenhaus

    So., 17.03.2019

    Klänge verbinden Menschen

    Wie schön wäre es, wenn die ethnischen, religiösen, sozialen oder politischen Unterschiede der im vorderen Orient lebenden Gesellschaften in gegenseitigem Respekt, friedlicher Koexistenz und ohne Gleichmacherei allesamt ihren Platz hätten? In Musik gekleidet, zeichneten Vordan Houanissian (Duduk/Flöte) und Emre Gültekin (Saz/Gesang) zusammen mit den beiden „Special Guests“ Malabika Brahma (Gesang/ Dubki/Percussion) und Marat Jeremian (Dhol/Percussion) am Freitagabend bei ihrem Konzert im Rahmen der „Klanglandschaften“ im Pumpenhaus Bilder von dieser Vision.

  • Tanz im Pumpenhaus

    So., 10.03.2019

    Existenzialistisch – irgendwie

    Julio César Iglesias Ungo und Helder Seabra bei einem fast schon klassischen Pas de deux in der entspannteren Phase der schrillen Choreographie.

    Der Mann am Klavier trägt Motorradhelm. Den wird er auch später nicht abnehmen, wenn er seine E-Gitarre traktiert. Die Tänzer selbst werden von einem Wesen in Latzhose und Schweißerbrille auf die Bühne geschleift. Dort liegen sie erst mal leblos herum, während eine Lautsprecherstimme das Publikum auffordert, sich von der Vorstellung nicht stören zu lassen und etwaige Telefongespräche oder Unterhaltungen mit dem Nebenmann möglichst laut zu führen.

  • Offene Hip-Hop-Session

    Do., 28.02.2019

    Beats von der Band statt vom Band

    Bei der Rap-Session „Hello my name is . . .“, am Samstag (2. März) können Rapper und MCs ihr Können auf offener Bühne im Foyer des Pumpenhauses unter Beweis stellen.

    Wer traut sich ans Mikro? In der lokalen Rap-Szene ist das Open-Mic-Format „Hello my name is…“ längst eine Institution. Beim letzten Mal war der Andrang derart gewaltig, dass das Pumpenhaus einen Einlass-Stopp verhängen musste. Jetzt steigt die nächste Session.

  • „Colonia Digital: The Empire Feeds Back!“ von „andcompany&Co.“ im Pumpenhaus

    So., 24.02.2019

    Von der realen in die virtuelle Welt gekrochen

    Auch die Mitspieler wirken gelegentlich verwirrt.

    Das sozialistische Internet wurde 1971 von Salvador Allende erfunden. Es nannte sich Cybersyn und bestand im Wesentlichen aus zusammengeschalteten Fernschreibern. Aber immerhin konnte die chilenische Regierung damit die Lebensmittelversorgung sichern, als 1972 die Fuhrunternehmer streikten. Als sich Pinochet ein Jahr später an die Macht putschte, zerstörte das Militär mit dem Präsidentenpalast auch das darin befindliche Kontrollzentrum.

  • Cactus zeigt im Pumpenhaus „Wer sind die Schweine?“

    Fr., 01.02.2019

    „Make Hühnerstall great again“

    Nicht nur politisch hat die Inszenierung „Wer sind hier die Schweine“ des Theaters Cactus Biss. Auch darstellerisch legt sich das junge Ensemble ins Zeug.

    „Der Mensch ist die Ursache allen Übels, denn er konsumiert, ohne zu produzieren.“ Mit diesen Worten ruft Old Major, ein alter Zuchteber, die Tiere auf Jones’ Farm zur Revolution auf. Es ist die Geschichte von der „Animal Farm“, mit der George Orwell 1945 den Übergang der russischen Revolution in die Diktatur Stalins nachzeichnete. Unter dem Titel „Wer sind die Schweine?“ hat das Cactus-Theater aus der Parabel ein fetziges Theaterstück gemacht, das am Donnerstag im Pumpenhaus Premiere feierte.

  • Konzertabend im Zeichen des Rock im Pumpenhaus

    So., 06.01.2019

    Ein Hauch von Beat-Club-Atmosphäre

    Präsentierten im Pumpenhaus ihr Debütalbum: The Great Beyond.

    Als Leon Runde als Teenager in den Nullerjahren das erste Mal „Highway Star“ von Deep Purple hörte, war es, als schwenkte jemand den Heiligen Gral vor seiner Nase. Der juvenile Soundtrack der 70er, inzwischen unter „Classic Rock“ firmierend, bekam im Sänger und Gitarristen von The Great Beyond einen passionierten Fackelträger.

  • „Messias“ im Pumpenhaus geht in seine dritte Dekade

    Mo., 17.12.2018

    Bohrende Einsamkeit in Coerde

    Bewährte Chaos-Truppe seit drei Dekaden (v.l.): Pitt Hartmann, Benedikt Roling und Gabriele von Groote in der Premiere ihres „Messias“ im Pumpenhaus.

    Seit 30 Jahren versuchen sich Maria und Josef einen Reim auf die Vorsehung zu machen: „Ker’, ich weiß doch auch nich’, wat der Erzengel mit uns vorhat!“ Und ebenso lange hangeln sich Pitt Hartmann als eitler Theaterleiter Theo und Benedikt Roling als sein schauspielerischer Adlatus Bernhard durch Patrick Barlows Stück-im-Stück.