Pumpenhaus



Alles zum Schlagwort "Pumpenhaus"


  • Silvia Jedrusiak zeigt „Menschendinge“ im Pumpenhaus

    Fr., 11.10.2019

    Loslassen ist Gefühlssache

    Maria-Laure Fiaux versucht sich von Dingen zu trennen, Emmanuel Edoror (r.) auch. Um das Loslassenkönnen dreht sich das Stück „Menschendinge“ der „Formation Silvia Jedrusiak“.

    „Menschendinge“ nennt die „Formation Silvia Jedrusiak“ ihre Performance, die am Donnerstagabend im Pumpenhaus Premiere hatte. Es geht um das Loslassen können und wie schwer das ist . . .

  • Faszinierende Tanz-Performance im Pumpenhaus

    So., 06.10.2019

    Boxhandschuhe an den Füßen

    Wie ein Insekt: Tänzerin Lei Yan

    Ein dunkler Raum, irgendwo ein rhythmisches Patschen – ein nicht einzuordnendes Geräusch im Theatersaal des Pumpenhauses. Sobald die sparsame Beleuchtung den Raum etwas erhellt, sieht man die knallroten Boxhandschuhe, die sich Tänzerin Lei Yan zu Beginn ihres Tanzsolos „I Didn’t Say Anything“ über die Füße gezogen hat und mit denen sie, scheinbar entspannt auf dem Rücken liegend, auf den kahlen Boden patscht.

  • Pumpenhaus-Festival „Chinese Reflections“ mit „Destination“ eröffnet

    So., 22.09.2019

    Körperlichkeit als Kommunikationsmittel

    Szene aus Yang Zhens Tanzstück „Destination“

    Gibt es eine universelle Ästhetik, oder ist sie kulturell vermittelt? Dieser Frage widmet sich der chinesische Choreograf Yang Zhen in seinem Tanzstück „Destination“, das am Wochenende im Pumpenhaus zu sehen war.

  • Mit „Mythobarbital“ eröffnete das Pumpenhaus seine Spielzeit

    So., 15.09.2019

    Bilder von albtraumhafter Schönheit

    Zwischen Albtraum, Märchen und Mythos bewegen sich die Bilder in der Produktion „Mythobarbital“ im Pumpenhaus.

    Die Bühne ist düster, die Stimmung verhalten. Eine Frau sitzt auf dem Sofa und blättert gelangweilt in einer Illustrierten, während ein Mann aus einem überladenen Einkaufswagen eine Kanne pechschwarzen Kaffees hervorkramt und sich eine Tasse eingießt. Geredet wird nicht in der Eingangsszene von „Mythobarbital – Fall of Titans“, mit dem die belgische Theatergruppe Abattoir Fermé am Freitag die Saison im Pumpenhaus eröffnete. Und auch später fällt in dem 75-minütigen Stück kein Wort. Dafür gibt es Bilder von albtraumhafter Schönheit.

  • Cactus Junges Theater zeigt im Pumpenhaus „Der Garten“

    Fr., 28.06.2019

    Pantomimisch begleitetes Hörspiel

    Wie Barbie-Puppen, die sich marionettenhaft auf dem Kunstrasen bewegen, erscheinen die Akteurinnen des neuen Stücks von Cactus Junges Theater. Es handelt von Sexualität und der Macht und Ohnmacht gegenüber dem anderen Geschlecht.

    Wie lebensgroße Barbie-Puppen erscheinen sie auf der Bühne, jede bis zur Unkenntlichkeit geschminkt, einige sogar noch in Zellophan verpackt. Vor ihren Füßen ein bunter Kleiderhaufen, in dem sie nach Individualität wühlen, während Stimmen aus den Lautsprechern über Stars und deren Schönheit diskutieren und darüber, ob man operativ nachhelfen soll. Um sie herum eine Kulisse aus Kunstrasen, Efeuranken und Landlust-Mobiliar, die genauso unwirklich wirkt wie die Schauspielerinnen, die sich marionettenhaft in ihr bewegen.

  • Tänzer des Theaters von Olga Pona im Pumpenhaus

    So., 16.06.2019

    Paar-Beziehung als fragiles Gebilde

    Als Metapher dient Tatiana und Artyom Sushchenko eine Wippe, auf der sie ihr Kräfteverhältnis ausbalancieren.

    Das Stück beginnt als Pas de deux von bestechender Eleganz. Wie bei einer Maschine greifen alle Bewegungen mit großer Genauigkeit ineinander. Man denkt an ein eingespieltes Team, bei dem jeder seine Aufgabe erfüllt, ohne dabei seine Persönlichkeit aufzugeben. Wobei der Tänzerin eindeutig der agilere Teil zukommt. Beständig umkreist sie ihren Partner, hängt sich in seinen Arm und turnt um ihn herum. Einmal zieht sie ihm die Hose runter. Als er sich bückt, um sie wieder hochzuziehen, springt sie triumphierend auf seinen Rücken. Er nimmt es mit Gelassenheit und fordert sie gerade dadurch zu immer neuen Aktionen heraus.

  • Fringe-Ensemble spielte „Brillante Saleté – Glänzender Dreck“ im Pumpenhaus

    Mi., 05.06.2019

    Elend den einen – Edles den anderen

    Wie ein klebriger Mühlstein drückt das Gold den Arbeiter nieder, der von seinem Leben in den Minen Burkina Fasos singt und von dem Edelmetall, das ihm und seinem Land keinen Wohlstand bringt.

    „Wir setzen unser Leben bei einem Glücksspiel ein, das falsch mit uns spielt.“ Das sagt ein Schauspieler aus Burkina Faso. Mit Glücksspiel meint er den Gold-Abbau, der in seinem Land einen wichtigen Wirtschaftszweig darstellt, der Bevölkerung aber keinen Wohlstand bringt. „Wir“, das sind die Arbeiter.

  • NRW-Theatertreffen: Max und Moritz im Pumpenhaus

    Fr., 31.05.2019

    „Ein bisschen geschmacklos“

    Die Kölner Performance-Gruppe Pulk Fiktion spielte im Rahmenprogramm des NRW-Theatertreffens „Max und Moritz“.

    Am Ende ihrer Streiche werden Max und Moritz zum Müller gebracht, der sie zu Schrot zermahlt und den Enten zum Fraß vorwirft. Hier steht diese Aktion gleich am Anfang.

  • Tanz NRW: Raimund Hoghe im Pumpenhaus

    Do., 16.05.2019

    Wie zwei italienische Diven

    Ornella Balestra und Raimund Hoghe im „Canzone per Ornella“

    Die Zuschauer im Pumpenhaus nehmen noch ihre Plätze ein, da ist Raimund Hoghe schon unterwegs. Ein kleines Wasserbecken mit einem Holzschiff in der Hand, schreitet er Wege ab, die nur er kennt. Als ein Jubelgesang aus den „Carmina Burana“ anhebt, weicht er Schritt für Schritt zurück und gibt so die Bühne frei für Ornella Balestra.

  • Theater Cactus und Tete Adehyemma Theatre im Pumpenhaus

    Fr., 03.05.2019

    Tanz über Armut durch Unrecht

     Die weiße Mauer schaut zu, wie die Armen betteln und hungern. Münsters Theater Cactus und das Tete Adehyemma Theatre aus Accra bringen ein ernstes Thema temperamentvoll auf die Bühne.Die weiße Mauer schaut zu, wie die Armen betteln und hungern. Münsters Theater Cactus und das Tete Adehyemma Theatre aus Accra bringen ein ernstes Thema temperamentvoll auf die Bühne.

    Ein halbes Dutzend Menschen in weißen T-Shirts bildet eine Mauer. Die Arme haben sie ineinander verschränkt, ihre Gesichtsausdruck ist abweisend. Für die anderen Darsteller in bunten afrikanischen Kleidern sind sie eine Grenze, die durch nichts zu überwinden ist. Selbst dann nicht, wenn sie zusammenarbeiten, sich gegenseitig als Leiter oder Sprungbrett benutzen. Es ist das Tor zu einer besseren Welt, einer ohne Hunger und Not. Aber wie in der Türhüterparabel aus Kafkas „Prozess“ gewährt man ihnen keinen Zutritt.