Christoph Rinke



Alles zur Person "Christoph Rinke"


  • Uraufführung in Münster

    So., 22.09.2019

    Svenja Viola Bungartens „Bonn ist eine Stadt im Meer: Aus Urlaubern werden Flüchtlinge

    Auch wenn sie in die Haut der anderen geschlüpft sind: Für (v. l. ) Vega S. (Lea Ostrovskiy) und Ulvi S. (Paul Maximilian Schulze) ist die Situation so hoffnungslos wie für Uwe S. (Mirco Reseg) und seine Frau Vero (Ulrike Knobloch).

    Svenja Viola Bungarten hat für ihr zweites Theaterstück „Bonn ist eine Stadt im Meer“ einen skurrilen Plot ersonnen. Es geht um das Thema Flucht. Simone Blattner hat die Uraufführung im Kleinen Haus als Reise ins Nirgendwo inszeniert.

  • Uraufführung: „Bonn ist eine Stadt im Meer“

    Sa., 21.09.2019

    Grotesker Umgang mit einem ernsten Thema

    Uraufführung: „Bonn ist eine Stadt im Meer“: Grotesker Umgang mit einem ernsten Thema

    Es ist ein skurriler Plot, den Autorin Svenja Viola Bungarten für ihr zweites Theaterstück „Bonn ist eine Stadt im Meer“ ersonnen hat. Denn so ernst das Thema Flucht, so grotesk wirkt ihr Umgang damit.

  • Theater Münster spielt „Judas“ in der Jugendkirche „effata!“

    Fr., 24.05.2019

    Das Monstrum wird Mensch

    Christoph Rinke ringt als Judas um Selbstbehauptung, ein „Häufchen Elend“, das Heil ersehnt und an Veränderung glaubt.

    Ein Name wie ein Todesurteil: Judas! Seit zweitausend Jahren das Synonym für ungeheuerlichsten Verrat. Der „Judas“-Monolog der niederländischen Dramatikerin Lot Vekemans verleiht dieser ins Monströse exilierten Figur menschliches Format,

  • „Sugar – Manche mögen’s heiß“: Unterhaltsamer Theaterabend

    So., 24.02.2019

    Glücksuche in der Damen-Kapelle

    Zum Niederknien: Suzanne McLeod und Ulrike Knobloch inmitten ihrer Kapelle.

    „Nobody is perfect“ – niemand ist perfekt! Das sind schon erstaunliche Worte aus dem Munde eines schwerreichen älteren Herrn, hat ihm seine vermeintliche Geliebte doch gerade gestanden, sie sei in Wahrheit gar nicht die hübsche Daphne – sondern ein Kerl! Sir Osgood am Steuer seiner Luxusyacht nimmt’s gelassen. Egal ob Männchen oder Weibchen – Hauptsache sie oder er ist nett und liebenswert. So viel Toleranz ist im Amerika des Jahres 1959, als Billy Wilders Film „Some Like It Hot“ mit den berühmten finalen Worten herauskam, alles andere als selbstverständlich. Eher schon vierzig Jahre später, als die Zweitversion des Musicals „Sugar – Manche mögen‘s heiß“ das Licht der Bühnenwelt erblickte.

  • Deutsche Erstaufführung im U2: „Tom auf dem Lande“

    Do., 22.12.2016

    Gewalt ändert nichts

    Mit Gewalt versucht Francis (Christoph Rinke, oben) die Wahrheit nicht ans Licht kommen zu lassen. Das macht alles für Tom (Garry Fischmann) und auch ihn selbst nur noch schlimmer. Die Mutter (Regine Andratschke) weiß von nichts.

    Es scheint das ewige Spiel des Lebens zu sein: Die Welt ist nicht so, wie die Menschen sie sich vorstellen. Die Wahrheit drängt sich unerbittlich in die Wirklichkeit. Reaktion: Verdrängen, unterdrücken, vernichten. Doch das macht alles nur noch schlimmer. Eine solche Geschichte erzählt Michel Marc Bouchard in seinem Stück „Tom auf dem Lande“. Michael Letmathe inszeniert es als deutschsprachige Erstaufführung am Theater Münster.

  • Michael Letmathe ist Dramaturg

    Fr., 06.05.2016

    „Man muss für das Theater leben“

    Der Dramaturg Michael Letmathe ist sowohl in die Regiearbeit als auch in das Marketing und die Verwaltung am Theater Münster involviert.

    „Man muss schon für das Theater leben, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet“, sagt Michael Letmathe. „Ich arbeite jeden Tag zwölf Stunden, ein Privatleben ist praktisch unmöglich.“

  • Stehende Ovationen für die dritte Benefiz-Tanzgala zugunsten der Aids-Hilfe im Großen Haus

    So., 14.06.2015

    Hochkarätig, überraschend und originell

    Made in Münster: die Uraufführung „Passacaglia“ zur Musik von Johann Sebastian Bach, eine von mehreren ästhetisch-schönen Gruppenchoreografien bei der Benefiz-Tanzgala.

    Etwas verschämt betritt der Tänzer die Bühne, schließlich ist er quasi nackt. Im Halbdunkel ist jeder Muskel zu sehen, wenn der Solist mit fließenden, athletischen Bewegungen und neckischem Hüftschwung Evergreens von Dean Martin interpretiert. So pur, virtuos und dabei noch humorvoll sieht man Tanz selten.

  • Premiere im U2: „Auch Deutsche unter den Opfern“

    So., 18.01.2015

    Auf dem rechten Auge blind

    Fragende, Zeugen oder Täter: Die Darsteller (v. l.) Christoph Rinke, Dennis Laubenthal und Lilly Gropper wechseln immer wieder die Rollen.

    Wie Soko-Ermittler stehen die drei Figuren auf der Bühne, zücken ihre Pistolen, stellen Morde nach. Irgendwann ist der gesamte Bühnenboden mit weiß umrissenen Körpern bedeckt – eine Szene wie aus einem Krimi. Doch Fiktion spielt in diesem dokumentarischen Theater nur eine untergeordnete Rolle. Es geht um die harte Realität des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU), um deutschlandweite Gewalttaten in Imbissbuden, Blumenläden oder Internetcafés, die über Jahre ungestraft blieben. Von 2000 bis 2006 konnten die Täter unbehelligt morden. Erst 2011 wurde der NSU um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe aufgedeckt. Wie es dazu kommen konnte, dass sich die Suche nach den Tätern derart in die Länge zog, beschäftigt den türkischstämmigen Regisseur Tuğsal Moğul in seinem packenden Rechercheprojekt, das im U2 des Theaters uraufgeführt wurde.

  • Tanz-Gala im Großen Haus

    So., 15.06.2014

    Zwischen Freude und Ernst

    Gäste des Balletts der Semper-Oper: Courtney Richardson und Oleg Klymyuk tanzen einen Pas de Deux aus dem Stück „In the Middle, Somewhat Elevated“.

    Nein, es ist nicht „Simone, die ihre Regula tanzt“, wie der eingeschnappte Moderator auf den pinken Pumps beleidigt ins Mikro mault. Sondern der Choreograf und Tänzer Simone Deriu aus dem Ensemble Riu Dense Sense, der im Solo einen Ausschnitt aus Regula auf die Bühne bringt, der das Publikum fesselt. Zugegeben, das trifft auf jede einzelne der Darbietungen zu, die am Samstagabend im Großen Haus des Stadttheaters zu sehen waren.

  • „Trans“-Uraufführung im Theater

    Mo., 26.05.2014

    Der Körper passt nicht

    Dagmar und Felix im Spiel der Geschlechter, im Zwiespalt zwischen körperlichem Empfinden und sozialer Erwartung.

    Im U2 herrscht Partystimmung: Das Publikum sitzt auf Sofas oder Stühlen um die Bühne herum, während Damen auf hochhackigen Schuhen freundlich lächelnd Sekt servieren (Bühne: Kerstin Bayer). Ihre tiefen Stimmen machen stutzig: Tatsächlich handelt es sich hier um so genannte Transfrauen. Mit männlichem Geschlecht geboren, fühlten sie sich nie wohl in ihrem Körper.