Frank Heuel



Alles zur Person "Frank Heuel"


  • Fringe-Ensemble spielte „Brillante Saleté – Glänzender Dreck“ im Pumpenhaus

    Mi., 05.06.2019

    Elend den einen – Edles den anderen

    Wie ein klebriger Mühlstein drückt das Gold den Arbeiter nieder, der von seinem Leben in den Minen Burkina Fasos singt und von dem Edelmetall, das ihm und seinem Land keinen Wohlstand bringt.

    „Wir setzen unser Leben bei einem Glücksspiel ein, das falsch mit uns spielt.“ Das sagt ein Schauspieler aus Burkina Faso. Mit Glücksspiel meint er den Gold-Abbau, der in seinem Land einen wichtigen Wirtschaftszweig darstellt, der Bevölkerung aber keinen Wohlstand bringt. „Wir“, das sind die Arbeiter.

  • Festival „Istanbul Friends“ beendet

    So., 19.11.2017

    Krieg, Flucht und die vielen Wunden der Welt

    Der verwundete Soldat (Emir Çubukçu)

    Er wittert überall Eindringlinge. „Ich habe dich gesehen“, schreit er. Auf Türkisch. Aber man kann die Übersetzung vom Monitor ablesen. Dann wirft er sich auf den Boden, um unter der Zeltbahn durchzuspähen. „Das ist unser Land, ich habe Hunde“, droht er einem unsichtbaren Gegenüber und wird dann selbst zum Hund, der die Zuschauer wütend anbellt.

  • „Istanbul Friends“-Festival im Pumpenhaus mit zwei Aufführungen gestartet

    Fr., 17.11.2017

    Alle schwärmen für die Kellnerin

    In „Zwischenhalt“ der Theaterkompanie „Sermola Performans“, versuchen ein Türke, ein Kurde und ein Deutscher miteinander ins Gespräch zu kommen.

    Gehen oder bleiben? Diese Frage stellen sich weltweit Abertausende, deren Lebensumstände sie dazu zwingen, Heimat und Exil gegeneinander abzuwägen. Auch in der Türkei . . .

  • Fringe-Ensemble zeigt „Macbeth over Europe“

    Fr., 07.04.2017

    „Hat das alles nie eine Ende?“

    Maria, Madonna und Merkel hängen als Porträts mit zugenähten Mündern über den Szenen, die sich sechs Autoren aus Europa zum „Macbeth“-Drama von Shakespeare ausgedacht haben.

    Da hängen sie mit rot zugenähten Mündern: Porträts von Pop-Star Madonna und Bundeskanzlerin Merkel, daneben eine christliche Ikonographie Marias. Sie verweisen auf Hilflosigkeit in einem Land, das Demonstranten für freie Meinungsäußerung mit Schmerzen und Freiheitsentzug bezahlen lässt.

  • Fringe-Ensemble zeigt im Pumpenhaus „Moby Dick“

    Sa., 19.03.2016

    Weißer Wal im Rhein

    Puristisch inszeniert zeigt das „Fringe-Ensemble“ zusammen mit dem münsterischen Theater Phoenix 5 im Pumpenhaus seine Theaterversion des Klassikers der Weltliteratur: Moby Dick.

    Das Fringe-Ensemble zeigt in Kooperation mit dem münsterischen Label Phoenix 5 im Pumpenhaus eine Theaterversion von Herman Melvilles 900 Seiten starker Erzählung „Moby Dick“ - ohne Showdown.

  • Freie Szene zeigt Vier-Stunden-Epos „Vor den Hunden“ im Pumpenhaus

    Mo., 20.10.2014

    Die Front ist überall

    Hunde kamen in vielen Texten der Fronttheater-Autoren vor, daher hat Regisseur Frank Heuel sein internationales Projekt „Vor den Hunden “ genannt.

    Neun Autoren aus neun verschiedenen Ländern, zehn Schauspieler, zwei Jahre Arbeit – ein solch europäisches Theaterprojekt bekommt vermutlich nur die freie Szene organisiert. Und das Pumpenhaus ist mit dabei: Die Schaubühne Lindenfels (Leipzig), das Fringe-Ensemble (Bonn) und Phoenix 5 (Münster) bringen nach 24 Monaten einen Vier-Stunden-Abend auf die Bühne.

  • Theater belagert die Stadt

    Di., 24.09.2013

    „Millennium Front“-Ensemble arbeitet zwei Wochen am Aasee

    Schauspieler und Autoren lagern seit dieser Woche am Aasee und suchen nach Fronten, die sie an Ort und Stelle in Szene setzen.

    Fronttheater sind im Grunde absurd. Denn es spielt dort, wo Zivilisation versagt hat: im Krieg. Den definierte der preußische General und Schriftsteller Carl von Clausewitz so: „Der Krieg ist ein Konflikt großer Interessen, der sich blutig löst, und nur darin ist er von den andern verschieden.“ In dieser Woche ist das „Millennium Front Theater“ dort aufgezogen, wo Fürstbischof von Galen Münster vor 352 Jahren in die Knie zwang. Und die Autoren und Schauspieler suchen hier nach Fronten, wollen im besten Fall die großen Konflikte aufzeigen, bevor Blut fließt.

  • Grauen des Krieges

    Fr., 30.11.2012

    Beklemmend: Die deutsch-polnische Koproduktion „Niemands Land / Ziemia Niczyja“ im Pumpenhaus

    Grauen des Krieges : Beklemmend: Die deutsch-polnische Koproduktion „Niemands Land / Ziemia Niczyja“ im Pumpenhaus

    Fünf Schauspieler drängen sich in die Ecke einer weißen Guckkastenbühne; mal sprechen sie deutsch, mal polnisch. Ihre bunten Sommerkleider verleihen den Männern ein komisches Aussehen, dabei ist die Szene alles andere als witzig. Es geht um den Zweiten Weltkrieg: Eine 13-jährige Polin versteckt sich in einem Schrank vor deutschen Soldaten. Noch klammert sich das Mädchen an seine Zukunft, den Traum, Schauspielerin zu werden. Dabei ist sie dem Tod näher als dem Leben . . .

  • Zwischen und inmitten zweier Welten

    Fr., 23.11.2012

    Fringe-Ensemble zeigt „Niemands Land / Ziema Niczyja“ im Pumpenhaus

    Im deutsch-polnischen Grenzverkehr kreuzen sich Geschichten und Geschichte. Auf benachbarten Spuren kollidieren Vergangenheit und Gegenwart. Die Begegnungen: fremd-vertraut und flüchtig. „Niemands Land / Ziema Niczyja“ heißt das Stück, das am kommenden Mittwoch im Theater im Pumpenhaus Premiere hat, und es macht mit diesem doppelsprachigen Titel unmissverständlich klar, es handelt sich um eine internationale Produktion.

  • Unbewältigte Vergangenheit

    Do., 09.02.2012

    „Finnland“ begeistert im Pumpenhaus

    Unbewältigte Vergangenheit : „Finnland“ begeistert im Pumpenhaus

    Vier Schauspieler sitzen vor einer schäbigen Wand und verkörpern ein und dieselbe Person. Jeweils zwei leihen Rolf im Wechsel ihre Stimme, mal ist er fast neun, mal knapp 55. Rolf ist der kleine Bruder von Stiefschwester Lena, die Mutter Sabine nach dem Zweiten Weltkrieg aus Finnland zurück nach Deutschland nahm. Seit Jahren wird das Mädchen von Vater Günther missbraucht, und der Junge leidet mit, hört nachts im Bett ihr Keuchen, Schreien und sein pochendes Herz.