Jürgen Lorenzen



Alles zur Person "Jürgen Lorenzen"


  • „Europa verteidigen“ im Borchert-Theater Münster

    Fr., 24.05.2019

    Knallbunte Collage und flaue Appelle

    Tiefer Griff in die europäisch-afrikanische Geschichte: Der römische Feldherr Scipio und seine Legionäre (v.l. Florian Bender, Jürgen Lorenzen, Ivana Langmajer) kämpfen gegen Hannibal und seine Elefanten. Doch die Szene hier wirkt schon wieder bunt und friedlich.

    Sonntag ist Europawahl. Gewissermaßen zur Einstimmung liefert dazu das Borchert-Theater in Münster eine politische Groteske aus der Feder des jungen Erfolgsautors Konstantin Küspert. Doch die knallige Collage zündet nicht richtig. Ein Premierenbericht.

  • “Die Mitwisser“ im Wolfgang-Borchert-Theater

    Di., 09.04.2019

    Die Geister, die er rief

    Noch sind sie auf Kuschelkurs: der Assistent Herr Kwant (Jürgen Lorenzen) und der Enzyklopädist Herr Glass (Florian Bender).

    Der Autor hat sein Stück eine „Idiotie“ genannt. „Das ist nicht gerade ein feststehender Gattungsbegriff“, sagt Monika Hess-Zanger, „das ist eine Erfindung des Autors, und ich glaube, dass es in diesem Fall als Gegenstück zur Dystopie, also der Umkehrung der Utopie, verstanden werden kann.“ „Die Mitwisser“ heißt das Stück von Philipp Löhle, das am Donnerstag (11. April) Premiere am Wolfgang-Borchert-Theater hat – in einer amüsanten wie bitterbösen Inszenierung von Monika Hess-Zanger.

  • Zwischen Kunst und Leben

    Fr., 13.10.2017

    „Der letzte Vorhang“ wird im Borchert-Theater umjubelt

    Das alternde Schauspielerpaar (Monika Hess-Zanger und Jürgen Lorenzen) träumt von früheren Erfolgen.

    Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst. Aber wo sich Kunst und Leben leidenschaftlich verschränken, können sogar Schiller-Zitate ins Leere laufen. Auch auf der Bühne des Borchert-Theaters, wo ein Schauspieler-Paar an der Schwelle zum Herbst des Lebens ein letztes Mal mit dem Erfolgsstück seiner Jugend auftreten will. Und das hatte was: Schauspieler, die Schauspieler spielen; ein Stück im Stück; abrupte Rollenwechsel und Sprünge zwischen Kunst und Leben. „Der letzte Vorhang“ heißt das Stück der preisgekrönten niederländischen Autorin Maria Goos; unter der bewährten Regie Meinhard Zangers feierte es umjubelte Premiere. Dafür garantierten, hinreißend auftrumpfend, Monika Hess-Zanger und Jürgen Lorenzen.

  • Deutschsprachige Erstaufführung im Borchert-Theater

    Fr., 27.05.2016

    Zeitreise in die Tiefe

    Alexandre (Jürgen Lorenzen, l.) verfolgt staunend, wie er sich einst als Sacha (Florian Bender) mit Freundin Cassandre (Stefanie Winner) vergnügte.

    Sinnigerweise ist es eine Uhr, die Alexandre aus der Zeit wirft. Eine riesige alte Standuhr, die umkippt und den angesehenen Mediziner am Kopf trifft. Als er wieder erwacht, ist es 40 Jahre früher, und er steht seinem Ich als junger Mann gegenüber – damals von allen noch liebevoll Sacha genannt. Und zwar just an dem Tag, an dem er sich entscheiden musste, ob er als Assistenzarzt in die USA gehen oder bei seiner schwangeren Ex-Freundin in Frankreich bleiben soll.

  • Rjasaner Theater bei Late Night im Borchert-Theater

    Do., 30.10.2014

    Honecker war ahnungslos

    Die zweite Edition der Late-Night-Reihe „Das rote Sofa“ im Borchert-Theater präsentierte ein einstündiges deutsch-russisches Kulturprogramm. Mitwirkende waren vier Akteure des renommierten Dramentheaters aus Münsters russischer Partnerstadt Rjasan sowie Schauspieler Jürgen Lorenzen vom Borchert-Theater. Lorenzen las nuancenreich Texte von Wladimir Kaminer aus den 90-er Jahren, während die Gäste russische Lieder und Tänze beisteuerten oder Gedichte von Sergej Alexandrowitsch Jessenin in Originalsprache deklamierten, dem bekanntesten Autor der Region Rjasan.

  • Zweite Chance für Königskinder

    Di., 24.09.2013

    Borchert-Theater zeigt Fortsetzungsstück „Alle sieben Wellen“

    Klappt’s diesmal? Anuk Ens als Emmi und Jürgen Lorenzen spielen ein Paar in „Alle sieben Wellen“.

    In seinem Roman „Papillon“ schildert der Strafgefangene Henri Charrière, wie er von der Teufelsinsel fliehen kann, weil er bemerkt hat, dass jede siebte Welle höher ist als die anderen und ihn hinaus ins Meer zu ziehen vermag. „Alle sieben Wellen“ heißt das Stück von Daniel Glattauer, in dem zwei Königskinder gleichsam auf eine solche Welle warten, um auf den Ozean der Liebe hinauszusegeln.

  • „Ich mag tragische Figuren“

    Fr., 15.02.2013

    Jürgen Lorenzen gehört jetzt fest zum Ensemble des Borchert-Theaters und steht vor der nächsten Premiere

    Jürgen Lorenzen am Hafen in Münster (gr. Bild), wo das Wolfgang-Borchert-Theater seinen Sitz hat, und auf der Bühne in einer Szene des Stücks „Gut gegen Nordwind“.

    „Der Beruf des Schauspielers ist der einzige, in dem ich jemand anderes sein kann – ekelhaft, böse, romantisch oder kitschig. Das finde ich toll!“, schwärmt Jürgen Lorenzen. Sein Lachen ist offen und ehrlich. Schon nach der ersten Sekunde merkt man: Das Schauspielen ist für ihn nicht nur Beruf, sondern Freude und Leidenschaft. „Was habe ich nicht schon alles gemacht. Nackt stand ich auf der Bühne, habe mich im Torf gewälzt und mir literweise künstliches Blut ins Gesicht spritzen lassen – aber das gehört dazu“, erzählt der 53-Jährige, der seit Kurzem fest zum Ensemble des Wolfgang-Borchert-Theaters in Münster gehört.