Katrin Arnold



Alles zur Person "Katrin Arnold"


  • Opernprojekt der Musikhochschule

    Di., 23.04.2019

    Die Liebe vor der Revolution

    Susanne (v. l. Pia Jauernik), die Gräfin (Laura Albert), Cherubino (Katharina Aretz) und Figaro (Yi Lu) im fein abgestimmten Ensemblegesang.

    Es hat nie eine Vergangenheit gegeben, deren Zukunft schöner, besser oder gerechter gewesen wäre. Genau dies aber scheint manche Kunst zu suggerieren: Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ thematisiert feudale Willkür, Intrigengespinste und Liebeschaos – eine Musik, die psychologischen Scharfsinn mit paradiesischer Glorie vereint. Als Laura Albert die ersten Worte der Gräfin „Porgi, amor“ sang, klang das Es-Dur dieser Liebeskummer-Arie, als sei jemand auf eine unversiegbare Goldmine gestoßen. Tatsächlich ist von einer existenziellen Krise die Rede, und der Sopranistin gelang es, diese Klage als Rückblick mit Zukunft zu interpretieren.

  • Liederabend im Franz-Hitze-Haus

    Fr., 12.04.2019

    Eintauchen in Liebesglück und Liebesleid

    Rosen gab es als Dankeschön für ein großartiges Konzert für die Sopranistin Katrin Arnold (l.) und die Pianistin Deborah Rawlings.

    „Er, der Herrlichste von allen“ oder „Lass mich in Demuth verneigen dem Herren mein“: Sind das Verse, die eine Frau heute noch ernsthaft in den Mund nehmen kann, wenn sie von ihrem Geliebten schwärmt? Darüber ließe sich trefflich streiten. Fest steht, dass Robert Schumann zu Adelbert von Chamissos Gedichtzyklus „Frauenliebe und -leben“ ganz wunderbare Musik geschrieben hat. Und vielleicht sind die darin vertonten Gefühle doch gar nicht so altmodisch, „auch wenn wir sie heute ganz anders ausdrücken würden“, wie Deborah Rawlings am Donnerstagabend im Franz-Hitze-Haus zu bedenken gab.

  • Henry Purcells „King Arthur“ als Opernprojekt der Musikhochschule

    So., 22.04.2018

    Heldentum und Schurkerei

    Henry Purcells „King Arthur“ als Opernprojekt der Musikhochschule: Heldentum und Schurkerei

    „England ist seine geschichte. englische geschichte. alle andern sind ein herzloser kreislauf.“ So resümierte einst der Experimentalpoet Ernst Jandl, und tatsächlich kultivierte England neben Inseldasein und Nationalstolz teils eine hochkarätige Verspätung in Angelegenheiten der Kunst. Aber nicht zu allen Zeiten der Musikgeschichte: Neben den englischen Madrigalisten der Renaissance zählt Henry Purcell (~1659-1995) zu den avancierten Größen der Musik überhaupt. Seine dramatische Oper „King Arthur, or The British Worthy“ – historisch eine Multimedia-Show – war nun als „Opernprojekt 2018“ in der Musikhochschule zu erleben.