Mareike Fiege



Alles zur Person "Mareike Fiege"


  • Cactus Junges Theater zeigt im Pumpenhaus „Der Garten“

    Fr., 28.06.2019

    Pantomimisch begleitetes Hörspiel

    Wie Barbie-Puppen, die sich marionettenhaft auf dem Kunstrasen bewegen, erscheinen die Akteurinnen des neuen Stücks von Cactus Junges Theater. Es handelt von Sexualität und der Macht und Ohnmacht gegenüber dem anderen Geschlecht.

    Wie lebensgroße Barbie-Puppen erscheinen sie auf der Bühne, jede bis zur Unkenntlichkeit geschminkt, einige sogar noch in Zellophan verpackt. Vor ihren Füßen ein bunter Kleiderhaufen, in dem sie nach Individualität wühlen, während Stimmen aus den Lautsprechern über Stars und deren Schönheit diskutieren und darüber, ob man operativ nachhelfen soll. Um sie herum eine Kulisse aus Kunstrasen, Efeuranken und Landlust-Mobiliar, die genauso unwirklich wirkt wie die Schauspielerinnen, die sich marionettenhaft in ihr bewegen.

  • Junges Theater Cactus zeigt „Der Garten“

    Do., 20.06.2019

    Junge-Frau-Sein im digitalen Zeitalter

    Für dieses Foto haben sich die Cactus-Akteurinnen in die Aa an der Kanalstraße begeben. Im neuen Mädchenstück geht es allerdings nur vordergründig idyllisch zu.

    Das Plakat zum Stück von Grafiker Erich Saar zeigt ein barockes, farbenfrohes Stillleben mit Verweisen auf den Inhalt der Produktion. Ein junges Mädchen in Unterwäsche ist hinter einem Weinglas zu entdecken, in dem eine Blume ertränkt ist. Rechts unten sieht der Betrachter eine Hand, die den Hals einer Kanne umfasst. „Der Garten“ heißt das neue Mädchenstück des Jungen Theaters Cactus. Doch es hat weniger mit Naturidylle zu tun. Stattdessen geht es um Sex und Macht.

  • „Fiege_mletzko“ zeigt im Pumpenhaus „Keuschheit und Vernunft“

    So., 28.04.2019

    Schöpfung als grausames Spiel

    „Stell dir vor, es war Krieg, und keiner ist mehr da.“ Mit diesem Satz machen sich der Waffenschmied Heinrich und die Nonne Franziska auf den Weg ins Exil. Was sie hinter sich lassen, ist die Täuferherrschaft in Münster. Die Protagonisten des Neuen Jerusalem vermodern in ihren Käfigen auf dem Lamberti-Turm, die Stadt ist wieder in der Hand des Bischofs. Die Flucht der beiden führt sie durch die Weltgeschichte bis hinein in unsere Gegenwart. Folter, Krieg und Gewalt begleiten sie auf ihrem Weg.

  • Szenische Lesung: „Köstlich, Mustard!“ im Bühnenboden

    Mo., 26.02.2018

    Der Senf siegt über die Sprühsahne

    Szenische Lesung (v.l.): Alban Renz, Mareike Fiege und Autor Shaun Fitzpatrick stellten „Hank Mustard“ vor.

    Diesen Typ Detektiv kennt man: Hank Mustard, ein hartgesottener Bursche in der Erbfolge Philip Marlowes und Sam Spades, hat immer eine Kippe oder ein Glas Bourbon zur Hand. Er knurrt Sätze wie „Ich zückte meine Kanone und zielte auf Sakuzas sogenannte Visage“. Klar, dass so einen auch der durchgeknallteste Fall nicht aus der Fassung bringt.

  • Tanztheater von Bodytalk über Randgruppen auf dem Bremer Platz

    Mo., 10.07.2017

    „Wir sind hier nur zu Gast“

    Der Brunnen auf dem Bremer Platz ist die Bühne, auf der das Ensemble Bodytalk sein Tanztheater realisiert.

    Ein lautstarker Streit ist in vollem Gange, als die Akteure von Bodytalk an diesem Morgen ihre Requisiten auf dem Bremer Platz sortieren. Je mehr die Tänzer und Schauspieler später den wasserlosen Brunnen gegenüber dem Bahnhof bevölkern, desto weiter zieht es die Szene aus Drogenkonsumenten und Obdachlosen an den Rand des Platzes, auf dem sie zu Hause sind. Dabei ist die Produktion, für die hier geprobt wird, für sie gedacht: „Bremer Platz – Tanztheater mit Randgruppen im Zentrum der Stadt“ heißt sie. Premiere ist am kommenden Donnerstag.

  • Premiere beiCactus+

    Fr., 24.06.2016

    Eine Zwischenzeit namens Jugend

    Für den überforderten Lehrer (Alban Renz, l.) hat der rebellische Schüler Achterkamp (Timo von der Horst) nur Verachtung übrig. Und Clarissa (Laureen Laser) schaut in aufreizender Pose einfach nur zu.

    Betont lässig betritt der Schüler die Aula, fläzt sich auf einen Stuhl und betrachtet von der Bühne aus, wie nach und nach Mitschüler hereintröpfeln: die aufreizende Clarissa, der sportliche Andre, die kindliche Betti, die verwahrlost wirkende Johanna. Fünf Typen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, die jedoch eines verbindet: Strafarbeit am Samstag. „Was es heißt, erwachsen zu sein“, sollen die jungen Leute in einem Aufsatz schreiben. Eine Perspektive, die noch weit entfernt scheint. Hin- und hergerissen zwischen Rebellion und Anpassung wissen diese Jugendlichen kaum, wohin mit sich selbst. Nur eins ist klar: Wie die Eltern wollen sie nicht werden. Ein auswegloses Unterfangen, meint Johanna: „Wenn du aufwächst, stirbt dein Herz.“

  • „Cactus+“ zeigt „´Wenn du aufwächst, stirbt dein Herz´ sagt Johanna“

    Mi., 15.06.2016

    In Reibung mit dem Käfig

    Fünf ungleiche Typen wie Achterkamp, Clarissa, Betti, Andre und Johanna müssen aneinandergeraten, wenn sie zusammengepfercht werden. Da hilft auch keine Lehreraufsicht.

    Alban Renz verspricht: „Ich glaube, dass die Zuschauer die Figuren lieb gewinnen werden.“ Im Regiedebüt von Mareike Fiege werden die Zuschauer fünf unterschiedlichste Schüler-Typen kennenlernen, die erwachsen werden sollen . . .

  • Uraufführung von Dirk Spelsbergs „Heil Underground“

    Sa., 23.04.2016

    Mit Gewalt ans Licht der Öffentlichkeit

    Mit drastischen Szenen haben Pitt Hartmann und Johannes Fundermann das Stück von Dirk Spelsberg in Szene gesetzt – hier unterdrückt „Adonis“ die späteren Mörder.

    Zwei Jungs im Keller, Gewalterfahrung und ein Opfer. Im Pumpenhaus geht es in der Uraufführung „Heil Underground“ drastisch zu.

  • Klischee-Kisten-Grabbeln mit Cactus

    Mi., 30.09.2015

    Ebola in der Handtasche

    Eine groteske Szene: Tefik Tahirovic und Emmanuel Edoror hauen sich als Roma und Afghane rassistische Vorurteile um die Ohren, wie sie sonst nur aus den Mündern mancher Deutscher kommen.

    Bunte Bühnenspots vermitteln Disco-Atmosphäre, als die temperamentvolle Moderatorin erscheint. „Ihr wisst schon, dass Beyoncé hier nicht auftritt“, sagt die quirlige Afrikanerin kokett. „Wir sehen uns ja alle so ähnlich mit unseren weißen Zähnen.“

  • Theater en Face stellte „Lena & The Ruins of Rock’n’Roll“ vor

    Mo., 17.11.2014

    Aufbegehren mit Büchner und Fehlfarben

    Lena schneidet ihre Haare ab im Stück „The Ruins of Rock’n’Roll“ vom Theater en Face.

    Die Mutter kommt ins Zimmer, sieht Lenas Augenringe und fragt: „Hast du Probleme?“ Gut beobachtet. Denn das junge Mädchen beschäftigen die typischen Themen dieses Alters: Sie ist auf der Suche nach Identität und dem Sinn des Lebens. Mit der neuen Produktion „Lena & The Ruins of Rock’n’ Roll“ feierte das Theater en Face in der Studiobühne Premiere – ein Theaterstück als Hommage vor allem an den Rock’n’Roll, den Inbegriff der Protestkultur der 1950er und 1960er Jahren.