Matthias M. Ester



Alles zur Person "Matthias M. Ester"


  • Gegen das Vergessen

    Di., 03.09.2019

    Erinnerung an Opfer der NS-Euthanasie

    In Warendorf wurde 2015 vor dem Haus Gerichtsfuhlke 8 ein Stolperstein für Juliane Samuel, eines der vielen Opfer des NS-Euthanasie-Programms, verlegt.

    Die NS-Euthanasie-Verbrechen gehen auf eine Verfügung Hitlers zurück, die er auf den 1. September 1939 rückdatierte, den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Sie ist die einzige erhaltene schriftliche Anordnung Hitlers für einen Massenmord. Die so genannte erste Phase des Krankenmords nennt man auch „Aktion T4“, benannt nach einer eigens eingerichteten Organisationszentrale in der Berliner Tiergartenstraße 4. Eine Forscher-Werkstatt der VHS Warendorf recherchiert jetzt die Schicksale von rund 15 Warendorfern, die Opfer der NS-Euthanasie geworden sind.

  • Lob aus Münster

    Mi., 15.05.2019

    Bemühungen der Borghorster Initiative "Stolpersteine" hinterlässt tiefen Eindruck

    Am Bahnhof - Matthias M. Ester (3.v.r.) erklärt die Geschichte der Gedenktafel, die an die Deportation von Albert und Frieda Heimann 1941 nach Riga erinnert

    Das Engagement der Borghorster Initiative „Stolpersteine“ ist vor Ort nicht erst seit dem Kampf um den Erhalt der Villa Heimann bekannt. Der Ruf der Gruppe, die sich für die Erinnerung an das jüdische Leben im Ortsteil stark macht, reicht inzwischen aber weit über die Stadtgrenzen hinaus.

  • Expedition Münsterland in Westerkappeln

    Fr., 10.05.2019

    Schauplätze der Wissenschaft erlebbar machen

    Unter der Leitung von Matthias M. Ester (Mitte) vom Geschichts-Kontor Münster suchten rund 20 Frauen und Männer in Westerkappeln nach Spuren jüdischen Lebens. Zu den Stationen gehörte auch der jüdische Friedhof auf dem Gabelin.Matthias M. Ester (links) erzählte von der jüdischen Familie Reinhaus, die an der heutigen Großen Straße 4 in einem Fachwerkhaus gelebt hatte. Vier Stolpersteine erinnern seit fünf Jahren an den Kaufmann Ernst Reinhaus, der hier mit seiner Ehefrau und zwei Kindern zu Hause gewesen war.

    Auf die Spuren jüdischen Lebens in Westerkappeln hat sich jetzt die Expedition Münsterland unter dem Dach der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster begeben. Ein wichtiges Anliegen der Initiative: Wissenschafts-Schauplätze erlebbar und universitäre Forschung in der Region sichtbar machen.

  • Geschwister-Scholl-Tag

    Fr., 22.02.2019

    Eindringliches Zeitzeugnis

    Liesel Binzer überlebte mit ihren Eltern das Getto Theresienstadt. Sie war als Zeitzeugin am Geschwister-Scholl-Tag Gast im Kinderhauser Schulzentrum.

    Die Geschwister-Scholl-Realschule und das Geschwister-Scholl-Gymnasium veranstalten jedes Jahr am 22. Februar einen Scholl-Tag mit einem unfangreichen Programm. Er ist den Namensgebern der Schulen gewidmet und erinnert an die große Zivilcourage, mit der Sophie und Hans Scholl für ihre Überzeugung eintraten und dafür am 22. Februar 1943 hingerichtet wurden.

  • Ausstellungseröffnung mit Holocaust-Überlebender

    Mi., 07.11.2018

    Schmerzhafte Erinnerungen

    Peter Schilling (v.l.), Liesel Binzer und Matthias Ester in der Bürgerhalle.

    Die Doppelausstellung „Leben nach dem Überleben“ und „Über-Leben“ zeigt zurzeit in der Bürgerhalle des Landeshauses, wie sich Menschen, die den Holocaust überlebten, heute mit ihren schrecklichen Erinnerungen im Alltag zurechtfinden. Zur Eröffnung am Montag kam zu den eindrücklichen Fotografien aber noch etwas Unschätzbares hinzu - eine Zeitzeugin.

  • Zeitzeugin Liesel Binzer berichtet

    Do., 15.03.2018

    Mit fünf Jahren in die Hölle

    Feinfühlig begleitete Matthias M. Ester vom „Geschichtskontor Münster“ Liesel Binzer bei dem Zeitzeugengespräch am Dienstagabend im Haus Siekmann.

    Im Haus Siekmann und in der Realschule hat Liesel Binzer im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit“ aus ihrem Leben erzählt, das mit der Deportation des damals fünfjährigen jüdischen Mädchens und ihrer Eltern in das KZ Theresienstadt eine furchtbare Wendung nahm.

  • Veranstaltung von „Erinnerung und Mahnung“ in Telgte

    Di., 30.01.2018

    Tatort und Gedenkort Telgter Geschichte

    Wichtiges Gedenken: Redner Matthias M. Ester sprach auf Einladung von Dr. Barbara Elkeles und Wolfgang Pieper (v.l.) über den Gedenkort Riga.

    „Riga – Tatort und Gedenkort der Telgter Stadtgeschichte“ war ein Vortrag des Vereins „Erinnerung und Mahnung“ im Rathaus überschrieben.

  • VHS-Veranstaltung am 29. September

    Di., 20.09.2016

    Augenzeugin des Schreckens

    NS-Zeitzeugin Liesel Michel-Binzer und ihr Mann David Binzer zünden 2004 während der Bar Mitzwa eines Enkels gemeinsam im Gedenken an die verstorbenen und ermordeten Vorfahren Kerzen an.

    Sie war fünf Jahre alt, als sie deportiert wurde. In Telgte wird Liesel Michel-Binzer über die Zeit im KZ und die Zeit danach sprechen.

  • Warendorfer Erinnerungsorte: die Gedenkstele auf der Freckenhorster Straße

    Di., 30.08.2016

    Das Gedenken in die Stadt tragen

    Erinnerungsorte: Die Gedenk-Stele auf der Freckenhorster Straße wurde am 12. August 1990 eingeweiht. Der Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine in Warendorf (Foto unten, hier mit Matthias M. Ester).

    Das Gedenken an das Schicksal der Warendorfer Juden ist ein gutes Beispiel für das Wechselspiel zwischen Erinnern und Vergessen. So wurde am 12. August 1990 eine Gedenkstele auf der Freckenhorster Straße eingeweiht, die an die Deportation und die Ermordung der Warendorfer Juden erinnert. Bis dahin gab es im öffentlichen Stadtraum schlicht keinen Erinnerungsort, der auf das Schicksal der Juden in Warendorf hinwies.

  • Zeitzeugengespräch

    Do., 23.06.2016

    „Du wirst überleben und davon erzählen“

    Schülersprecher Ansgar Ravensberg war beeindruckt von Erna de Vries. Er überreichte ihr eine Sonnenblume.

    Es ist schwer zu ertragen. Wenn Erna de Vries über ihre Deportation ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau spricht, tut sie das mit klarer, fester Stimme. Doch jedes Wort, mit dem sie fast sachlich beschreibt, was ihr und ihrer Mutter angetan wurde, tut weh.