Maurice Maeterlinck



Alles zur Person "Maurice Maeterlinck"


  • Das Orchestra della Toscana erntet in Münsters Theater Jubel

    So., 09.11.2014

    Mythen, Gipfel, Sahnehäubchen

    Den schwersten Brocken hatte sich das „Orchestra della Toscana“ für die zweite Hälfte seines Gastspiels im Großen Haus des Theaters Münster aufgehoben: Arnold Schönbergs „Pelleas und Melisande“, ein höchst komplexes Klanggeflecht, komponiert 1902/03, ist die Vertonung eines Dramas des späteren belgischen Literaturnobelpreisträgers Maurice Maeterlinck, in dem es um ein tödliches Dreiecksverhältnis zwischen der schönen Melisande, dem jungen Pelleas und dessen älterem Halbbruder Golo geht. „Ich bin gespannt, wie das mit der eher kleinen Besetzung gelingt“, so hatte Musikdramaturg Jens Ponath noch zur Pause gesagt. Denn ursprünglich hatte Schönberg sein Werk für ein riesiges Orchester mit über 100 Mitstreitern angelegt. Doch das Orchester aus Florenz wob in dieser Fassung für Kammerorchester von Cliff Colnot gleichfalls einen phänomenalen und phasenweise umso luzideren Klangteppich, der die Zuhörer 40 Minuten lang mit ganz unterschiedliche Motiven und Metaphern in Atem hielt, einschließlich eines Glockenspiels, gestopften Blechs bis hin zur Tuba und tiefsten Kontrabass-Gegrummels. Sonderapplaus.