Monika Hess-Zanger



Alles zur Person "Monika Hess-Zanger"


  • „Die Mitwisser“ im Borchert-Theater

    Fr., 12.04.2019

    Gefährlich freundliche Melonenmänner

    Theo (Florian Bender, l.) wird mit lauter Kwants konfrontiert.

    Der Autor Philipp Löhle breitet in dem Stück „Die Mitwisser“, das er selbst als „Idiotie“ bezeichnet, die Errungenschaften und Bedrohungen der Internetwelt aus. Das wirkt Szene für Szene wie eine kabarettistische Sketchparade. Deshalb wird im Borchert-Theater auch viel gelacht.

  • “Die Mitwisser“ im Wolfgang-Borchert-Theater

    Di., 09.04.2019

    Die Geister, die er rief

    Noch sind sie auf Kuschelkurs: der Assistent Herr Kwant (Jürgen Lorenzen) und der Enzyklopädist Herr Glass (Florian Bender).

    Der Autor hat sein Stück eine „Idiotie“ genannt. „Das ist nicht gerade ein feststehender Gattungsbegriff“, sagt Monika Hess-Zanger, „das ist eine Erfindung des Autors, und ich glaube, dass es in diesem Fall als Gegenstück zur Dystopie, also der Umkehrung der Utopie, verstanden werden kann.“ „Die Mitwisser“ heißt das Stück von Philipp Löhle, das am Donnerstag (11. April) Premiere am Wolfgang-Borchert-Theater hat – in einer amüsanten wie bitterbösen Inszenierung von Monika Hess-Zanger.

  • Borchert-Theater: „Willkommen“ – das Stück zur Zeit

    So., 23.09.2018

    Spießer oder Samariter?

    Anglistikdozent Benny (Johannes Langer) will nach New York und sein WG-Zimmer an Flüchtlinge vermieten. Das wirft in der WG mit der resoluten Doro (Monika Hess-Zanger) und der eher sozial engagierten Sophie (Ivana Langmajer, r.) Gräben auf.

    Man könnte das pointierte Stück des Erfolgsautorenduos Lutz Hübner und Sarah Nemitz auch „Zimmer frei“ nennen. Dann wäre es freilich nur eine unter vielen „WG-Geschichten“. Doch in „Willkommen“ geht es zuvorderst um „Willkommenskultur“ gegenüber Flüchtlingen. Die ist, wenn sie praktisch umgesetzt werden soll, anspruchsvoller als wohlfeile Sonntagsreden. Das Borchert-Theater hat mit diesem Stück den passgenauen „Opener“ für die Spielzeit 2018/19 gefunden. Die 90 Minuten haben Drive, liefern Dialogwitz und Nachdenklichkeit. Minutenlanger Stakkato-Applaus.

  • Open-Air-Spektakel

    So., 17.06.2018

    Shakespeares „Der Sturm“: Vom Planschen bis zur Poesie

    Florian Bender landet im Hafenbecken – und das mehrmals.

    Spektakel am Hafen: Mit dem Open-Air-Stück „Der Sturm“ bietet das Wolfgang Borchert Theater Münster seinen Zuschauern zwei Stunden lang ein effektvolles Drama - auf und im Wasser. Was einen bei diesem außergewöhnlichen Theaterstück erwartet:

  • Zwischen Kunst und Leben

    Fr., 13.10.2017

    „Der letzte Vorhang“ wird im Borchert-Theater umjubelt

    Das alternde Schauspielerpaar (Monika Hess-Zanger und Jürgen Lorenzen) träumt von früheren Erfolgen.

    Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst. Aber wo sich Kunst und Leben leidenschaftlich verschränken, können sogar Schiller-Zitate ins Leere laufen. Auch auf der Bühne des Borchert-Theaters, wo ein Schauspieler-Paar an der Schwelle zum Herbst des Lebens ein letztes Mal mit dem Erfolgsstück seiner Jugend auftreten will. Und das hatte was: Schauspieler, die Schauspieler spielen; ein Stück im Stück; abrupte Rollenwechsel und Sprünge zwischen Kunst und Leben. „Der letzte Vorhang“ heißt das Stück der preisgekrönten niederländischen Autorin Maria Goos; unter der bewährten Regie Meinhard Zangers feierte es umjubelte Premiere. Dafür garantierten, hinreißend auftrumpfend, Monika Hess-Zanger und Jürgen Lorenzen.

  • „Talkschau“ von Elfriede Möllenbaum im Boulevard

    Mi., 22.02.2017

    Karriere bei Peymann nur knapp verpasst

    Zur „Talkschau“ kamen (v. l.) Monika Hess-Zanger (Borchert-Theater), Gastgeberin Elfriede Möllenbaum, Sänger Jens Zumbült und Marc Zabinski (Boulevard-Theater).

    Monika Hess-Zanger (Borchert-Theater), Sänger Jens Zumbült und Marc Zabinski (Boulevard-Theater) waren Gäste der Talkschau von Elfriede Möllenbaum.

  • Humorvolle Spielfilm-Adaption

    Fr., 18.11.2016

    Wohnungssuche als Slapstick

    Die Karrierestudenten Kathrin (Alice Zikeli, l.), Barbara (Franziska Ferrari) und Thorsten (Luan Gummich) ahnen kaum, was da auf sie zukommt.

    Alten-WGs liegen im Trend. Zumindest die Idee davon. Man ist nicht allein, spart Geld und hat mehr Spaß. Und genau das sind auch Annes Argumente, als sie bei Johannes auftaucht, um mit ihm das Zusammenwohnen aus Studentenzeiten wieder aufleben zu lassen. Dritter im Bund ist Eddi, ebenfalls früher schon dabei gewesen und noch immer ein „etwas schwieriger Charakter“, wie es heißt. Aber das ist nicht das Problem, sondern überraschenderweise die Nachbarn: drei perfekt durchorganisierte Studenten, die fleißig an ihrer Karriere basteln und sich durch den Lärm der neuen Mieter gestört fühlen.

  • Borchert-Theater präsentiert „Die Verwandlung“

    Do., 24.09.2015

    Ungeliebtes Krabbeltier

    Florian Bender flüchtet sich als Gregor Samsa ängstlich unter einen Stuhl.

    Beine und Arme in die Höhe gestreckt, liegt er zappelnd auf dem Rücken. Ein Mann in schwarzem Anzug, der gleich los zur Arbeit wollte. Doch über Nacht hat sich alles verändert: Aus dem Handlungsreisenden, bis dato die finanzielle Stütze der Familie, ist ein „ungeheures Ungeziefer“ geworden, das kaum von der Stelle kommt. Seine Umgebung reagiert verunsichert und schockiert, Gregor Samsa dagegen richtet sich langsam ein in seinem neuen Käfer-Dasein . . .

  • „Männerhort“ entwickelt in Münsters Borchert-Theater nur wenig Zündkraft

    Fr., 23.01.2015

    Klischeebeladenes Kellerduell

    Bei den Männern im Keller spitzt sich die Lage zu. Szene mit Florian Bender (l.), Heiko Grosche und Jürgen Lorenzen (r.)

    Eine ausrangierte Bulli-Bank als Sitzgruppe, davor die alte Glotze mit Behelfsantenne, ringsum Versorgungsröhren und ein Riesenkühlschrank, gefüllt mit Knabbertüten und Dosenbier: Das ist die Welt, in der Regisseurin Monika Hess-Zanger und Bühnenbildner Darko Petrovic die Akteure des Stücks „Männerhort“ agieren lassen.

  • Von Bergarbeitern und Dorfrichtern

    Di., 06.01.2015

    Erstaufführungen, Entdeckungen: Der Jahresbeginn bietet spannende Theaterpremieren

    Im Drama „Frühlingsstürme“ von Tennessee Williams brillierten Florian Steffens und Maike Jüttendonk.

    So schön die Feiertage und der Jahreswechsel auch immer sein mögen: Theater-Freaks sind froh, dass es im neuen Jahr endlich wieder mit den Premieren losgeht. Und dabei sind durchaus Entdeckungen zu machen. Wir haben uns aus den Ankündigungen der münsterischen Bühnen und einiger Nachbarn eine Auswahl herausgepickt. ► „Licht unter Tage“ : Das Schauspiel des Theaters Münster kann in der kommenden Woche mit einer europäischen Erstaufführung auftrumpfen: Tennessee Williams’ Stück „Licht unter Tage“ kommt am 16. Januar im Kleinen Haus auf die Bühne – inszeniert von Frank Behnke, der damit an seine Erstaufführung der „Frühlingsstürme“ anknüpft. Es geht um eine Arbeitersiedlung in Alabama zur Zeit der Großen Depression: „Bram hat sein Leben lang im Bergbau geschuftet und sich dabei Gesundheit und Existenz ruiniert. Söhne und Enkel arbeiten ebenfalls unter Tage. Allein die Mütter kämpfen darum, ihren Kindern neue, individuelle Lebensperspektiven zu ermöglichen. Doch dann kommt es zum Streik ...“ ► „Männerhort “: Ungleich heiterer geht es in der ersten Premiere des Wolfgang-Borchert-Theaters im neuen Jahr zu: Kristof Magnussons Komödie „Männerhort“ kommt am 22. Januar heraus: „Auf der Flucht vor ihren shoppingsüchtigen Frauen haben Helmut, Eroll und Lars sich im Keller eines Einkaufszentrums ein geheimes Lager eingerichtet. Hier können sie sich endlich entspannen und ganz sie selbst sein: Mit Bier, Fußball und echten Männergesprächen ...“ Monika Hess-Zanger inszeniert das Stück des deutsch-isländischen Autors. ► „Joseph Süß“ : Münsters Musiktheater startet auch mit einer Herausforderung ins neue Jahr: „Joseph Süß“ heißt die Oper von Detlev Glanert, die in Kooperation mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz München und dem Theater Erfurt produziert wird. In der münsterschen Erstaufführung (am 7. Februar) geht es um den jüdischen Finanzmann Joseph Süß, über den Lion Feuchtwanger den Roman „Jud Süß“ schrieb – von den Nazis zunächst verboten, dann aber als Vorlage für einen antisemitischen Film verwendet. Komponist Detlev Glanert rollt in seiner 1999 uraufgeführten Oper den historischen Fall noch einmal neu auf. Die musikalische Leitung hat Thorsten Schmid-Kapfenburg, Regie führt Guy Montavon. ► „Das hat man nun davon“ : Eine Entdeckung ganz anderer Art serviert, seiner thematischen Ausrichtung entsprechend, das Boulevardtheater Münster am 13. März: In der Regie von Angelika Ober präsentiert es „Das hat man nun davon“ von Wilhelm Lichtenberg, bearbeitet von Heinz Erhardt, der selbst 600 Mal den Finanzbeamten Willi Winzig spielte. Dieser liebenswerte Kerl hat schon seit Jahren aus Mitleid Mahnungen, Steuerstrafen und Zahlungsbefehle in irgendwelchen alten Ordnern verschwinden lassen, um den Betroffenen zu helfen. „Wie es der Zufall will, wird er bei einer dieser Aktionen von seinem Chef Doleschall erwischt. Und das auch noch eine Woche vor seiner Pensionierung! Doleschall droht ihm mit einem Disziplinarverfahren.“ ► „Der zerbrochne Krug“ : Im selben Monat, am 26. März, hat eine weitere Komödie Premiere, die allerdings von einem ansonsten sehr ernsten Autor stammt: Das Wolfgang-Borchert-Theater spielt Heinrich von Kleists Klassiker „Der zerbrochne Krug“ mit Meinhard Zanger in der Rolle des Dorfrichters. ► „In Eremo“ : Freunde des Tanztheaters müssen sich bis zum 2. Mai gedulden, ehe sie die erste Neuproduktion des Jahres 2015 sehen können: „In Eremo“ nennt Hans Henning Paar seinen „Tanzabend über die Wüste“. Im Kleinen Haus schildert er sie als Landschaft der Extreme, die den Menschen an seine Grenzen führt.