Marga Spiegel



Alles zur Person "Marga Spiegel"


  • Nach der Beerdigung von Marga Spiegel

    Mi., 26.03.2014

    Jüdischer Friedhof soll nicht verwildern

    Der Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Münster, Sharon Fehr nennt den Jüdischen Friedhof in Ahlen ein „Museum aus Stein“, das für die Nachwelt erhalten werden müsse.

    Die Stadt Ahlen, obwohl offiziell nicht zuständig, will weiterhin für die Pflege des Jüdischen Friedhofes sorgen, damit er nicht binnen kürzester Zeit verwildert. Marga Spiegel war vermutlich die Letzte, die hier beerdigt wurde. In Münster soll vielleicht eine Straße oder ein Saal nach ihr benannt werden.

  • Matthias M. Ester erinnert an Marga Spiegel

    Fr., 14.03.2014

    „Sie können mich jetzt nicht alleine lassen“

    Marga Spiegel ist gestern in Ahlen beigesetzt worden. In einem sehr persönlichen Nachruf erinnert sich Matthias M. Ester an eine ganz besondere Begegnung mit ihr.

    Gestern stand ich nun, zusammen mit vielen Freunden und Bekannten aus dem Münsterland, auf dem jüdischen Friedhof in Ahlen. Wir waren gekommen, um uns von der großen alten Dame zu verabschieden. Marga Spiegel, die 101 Jahre alt geworden ist, wurde an der Seite ihres 1982 verstorbenen Mannes Siegmund Spiegel beerdigt. Ich musste an jene kalte Nacht mit Marga Spiegel auf dem Warendorfer Friedhof denken, an ihre energische Intervention: „Sie können mich jetzt nicht alleine lassen!“

  • Bewegender Abschied von Marga Spiegel

    Fr., 14.03.2014

    „Eine bemerkenswerte Frau“

    Annähernd 300 Trauergäste versammelten sich am Freitagmorgen auf dem Jüdischen Friedhof um das Grab, in dem Marga Spiegel an der Seite ihres Ehemanns Siegmund ihre letzte Ruhestätte fand.

    Marga Spiegel hat auf dem Jüdischen Friedhof in Ahlen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Rund 300 Trauergäste versammelten sich um das Grab. Der ehemalige Landesrabbiner Henry G. Brandt würdigte Marga Spiegel, die am Dienstag im Alter von 101 Jahren in Münster verstorben war, als eine „bemerkenswerte Frau“.

  • Vorbereitungen für Begräbnis von Marga Spiegel

    Do., 13.03.2014

    Trauergäste reisen auch aus den USA an

     Abschied von Marga Spiegel: Viele Menschen trugen sich in ein Kondolenzbuch ein, das in der Synagoge in Münster ausliegt.

    Umfangreiche Vorbereitungen treffen die Stadt Ahlen und die Jüdische Gemeinde Münster für die Beisetzung von Marga Spiegel. Mehr als 300 Trauergäste werden dazu am Freitag erwartet, darunter als Hauptredner der ehemalige Landesrabbiner von Nordrhein-Westfalen, Henry G. Brandt.

  • Trauer um Marga Spiegel

    Do., 13.03.2014

    Ende eines filmreifen Lebens

    Was für merkwürdige Paradoxien dieses Leben doch bereithalten kann. Dunkel wandelt sich hier und da in Licht, aus Schrecken formt sich mitunter Genugtuung. Kaum jemand wusste das besser als Marga Spiegel.

  • Symbolfigur jüdischen Lebens starb mit 101 Jahren

    Di., 11.03.2014

    Trauer um Holocaust-Überlebende Marga Spiegel

    Marga Spiegel (M.) mit Karin Reismann (l.) und Veronica Ferres.

    Es ist Marga Spiegel nicht gut gegangen seit Ende vergangenen Jahres, gar nicht gut. Und ihr Tod in der Nacht zum Dienstag war nicht überraschend – „für sie eine Befreiung“, sagt Sharon Fehr, einer ihre engsten Vertrauten, seit sie 1983 von Ahlen nach Münster umgesiedelt war.

  • Schauspielerin reagiert auf Todesnachricht

    Di., 11.03.2014

    Veronica Ferres: „Sie wird mir fehlen“

    Eine tiefe Freundschaft  hatte sich im Laufe der Dreharbeiten von „Unter Bauern“ zwischen Veronica Ferres und Marga Spiegel entwickelt.

    Es ist selten, dass sich der Darsteller einer wahren Geschichte aus Kriegszeiten mit seinem originalen Vorbild austauschen, gar von ihm lernen kann. Bei Veronica Ferres war das der Fall. Die Schauspielerin verkörperte vor gut sechs Jahren die Jüdin Marga Spiegel und stand mit ihr seither in engem Kontakt. Am Dienstag reagierte Ferres auf die Nachricht vom Tod ihrer 101-jährigen Freundin.

  • Geschichte

    Di., 11.03.2014

    Kraft: Marga Spiegel zeigte Mut, Menschlichkeit und Zivilcourage

    Die Holocaust-Überlebende wurde 101 Jahre alt. Foto: Federico Gambarini/Archiv

    Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat die im Alter von 101 Jahren gestorbene Holocaust-Überlebende Marga Spiegel als wichtige Zeitzeugin der Gräueltaten der Naziherrschaft gewürdigt. «Sie hat gezeigt, wie wichtig Mut, Menschlichkeit und Zivilcourage für unsere Gesellschaft sind», erklärte Kraft am Dienstag in Düsseldorf. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges habe sie sich für ein Miteinander von Juden und Christen, für Demokratie und für die Wahrung der Menschenrechte eingesetzt. Dafür sei sie im vergangenen November mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet worden.

  • Reaktionen zum Tod von Marga Spiegel

    Di., 11.03.2014

    Trauer um „eine große jüdische Persönlichkeit"

    Marga Spiegel

    Sie überlebte den Holocaust versteckt bei einer Bauernfamilie in Herbern bei Ascheberg. Die Verfilmung ihrer Lebensgeschichte "Unter Bauern" machte sie deutschlandweit bekannt. Jetzt ist Marga Spiegel tot. Mit bewegenden Worten nehmen ihre Wegbegleiter Abschied.

  • Geschichte

    Di., 11.03.2014

    Marga Spiegel im Alter von 101 Jahren gestorben

    Marga Spiegel im Jahr 2013. Foto: Federico Gambarini/Archiv

    Münster (dpa/lnw) - Marga Spiegel ist tot. Die Holocaust-Überlebende starb im Alter von 101 Jahren in der Nacht auf Dienstag, wie die Jüdische Gemeinde Münster auf Anfrage bestätigte. Die Familie von Marga Spiegel war von den Nationalsozialisten verschleppt und ermordet worden. Sie selbst überlebte, weil Bauern im Münsterland die damals 30-Jährige bei sich versteckten. Der Film «Unter Bauern» mit Veronica Ferres zeigte diese Zeit ihres Lebens und kam 2009 ins Kino. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte Marga Spiegel im November 2013 mit dem Verdienstorden ausgezeichnet. Sie trete als Zeugin der Gräueltaten der Naziherrschaft seit Jahrzehnten dafür ein, dass diese Zeit nicht in Vergessenheit gerate, sagte damals die stellvertretende nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Grüne) bei der Ordensverleihung.