Michael Schmutte



Alles zur Person "Michael Schmutte"


  • Orgelnacht im Dom präsentiert dreieinhalb Stunden Musik

    So., 05.10.2014

    Paradiesische Klänge

    750 Minuten Musik für 750 Jahre Paulus-Dom? Nein, so weit wollte Domorganist Thomas Schmitz nun doch nicht gehen – trotzdem war die von ihm organisierte Orgelnacht am vergangenen Freitag prall gefüllt mit dreieinhalb Stunden Musik, mit Musik vom Feinsten. Und der Publikumszuspruch war enorm, schon gleich zu Beginn, als der Hamburger Gastorganist Hans-Jürgen Wolf den selten einmal zu erlebenden Meditationszyklus „Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens“ spielte, komponiert vom Tschechen Petr Eben auf Texte des Humanisten Comenius. Ein bis zur letzten Bank besetztes Hauptschiff dann auch, als Michael Schmutte den Kammerchor Herz-Jesu dirigierte. Da wurde es ganz deutlich englisch! Und was gibt es Schöneres als englische Kathedralmusik? Wie Balsam klang in den Ohren, was Charles Hubert Hastings Parry 1902 zur Krönung Edwards VII. geschrieben hat. Noch ergreifender: Charles Stanfords „Lobgesang des Simeon“ – mit durch und durch ansteckenden Melodien, wie nur die Engländer sie erfinden können, hier satt grundiert von der Dom­orgel, die sowohl englisch als auch französisch spricht, wie die Werke von Charles Gounod und Gabriel Fauré belegten. Seine besten stimmlichen Qualitäten offenbarte der Kammerchor dann in A-cappella-Werken von Aleksandras Kačanauskas und Moritz Hauptmann. Jeder Sänger quasi ein Solist, denn Michael Schmutte ließ seinen Chor nicht wie üblich in fest gefügten Stimmgruppen von Sopran bis Bass Aufstellung nehmen, sondern mischte sämtliche Stimmen, wenn auch ganz sicher nicht nach purem Zufallsprinzip. Effekt für den Zuhörer: ein Mehr an Klangtiefe, ein Mehr an Verschmelzung.

  • Uraufführung des „Schöpfungsoratoriums“

    Mo., 29.09.2014

    Anklagende Töne

    Michael Schmutte führte Sänger und Instrumentalisten sicher durch das Oratorium.

    Von weit her wehen Röhrenglockentöne durch die Heilig-Kreuz-Kirche. Ein sanft geschütteltes Regenrohr und leise, hohe Klarinettentöne verdichten sich zu einer kurzen, aber vertrackten instrumentalen Einleitung, gewürzt mit sanften Paukenwirbeln. Die Streicher kommen aus dem Nichts dazu, steigern sich dynamisch in die Höhe. Dann setzt der Chor ein: „Segne die Eine!“ tönt es voll und warm durch die Kirche.

  • Konzert mit Kammerchor Herz-Jesu und Domorganist Schmitz

    Mo., 07.07.2014

    Tief im romantischen Gefühl

    Hand in Hand nahmen Domorganist Thomas Schmitz (l.) und Chorleiter Michael Schmutte den Applaus entgegen.

    Wer als Konzertmotto „Romantisches Herz“ liest, könnte sich auf sentimentale Klischees und reichlich Zuckerguss gefasst machen. Wenn nicht für eben dieses Konzert Michael Schmutte verantwortlich zeichnen würde – ein Chorleiter, der zum Glück für das Gegenteil bekannt ist. Schmutte bürgte auch am Sonntag in der Herz-Jesu-Kirche für fein austarierten Chorklang, der sich niemals auf bloßes Sentiment verließ. A-cappella-Stücke standen neben solchen mit Orgelbegleitung, für die mit hoher Sensibilität Domorganist Thomas Schmitz sorgte.

  • Viel Licht für die Seele

    Mo., 06.01.2014

    Weihnachtskonzert des Kammerchores in der voll besetzten Herz-Jesu-Kirche

    Die Aussicht auf dieses Programm füllte über 400 Plätze in der Herz-Jesu-Kirche: Am Sonntagnachmittag boten der Kammerchor und Mitglieder des Sinfonieorchesters Münster Weihnachtslieder und Arrangements für Chor und Orchester dar. „Licht!“ lautete das Motto. Weil es für die Seele so wichtig sei, wie Pfarrer Martin Sinnhuber zur Einstimmung sagte.

  • Chorklang-Wärme, die nachstrahlt

    Mo., 16.12.2013

    Canticum novum in der Herz-Jesu-Kirche

    Noch ist Christ, der Retter, nicht auf Erden – doch das Dunkel der finsteren Nacht schwindet. Dies war die hoffnungsvolle Botschaft, mit der „Canticum novum“ am Sonntag in der Herz-Jesu-Kirche stille Vorfreude spürbar werden ließ.

  • Adventskonzert des Preisträgers

    Mi., 11.12.2013

    Canticum novum in der Herz-Jesu-Kirche

    Der Kammerchor canticum novum und sein Leiter Michael Schmutte erhielten jetzt einen Förderpreis des Landesmusikrates NRW. Grund: Der Chor gewann im Oktober erneut den alle vier Jahre stattfindenden NRW-Chorwettbewerb im Konzerthaus Dortmund. Als Sieger in NRW werden die Münsteraner das Land Nordrhein-Westfalen beim Deutschen Chorwettbewerb im Mai in Weimar vertreten. Im Januar wird canticum novum als „Chor der Woche“ im Deutschlandradio Kultur vorgestellt.

  • „Letzte Dinge“ wiederentdeckt

    Do., 14.11.2013

    Kammerchor singt Oratorium von Louis Spohr

    Das Oratorium „Die letzten Dinge“ von Louis Spohr (1784–1859) wird am Sonntag zu hören sein. Ausführende sind der Kammerchor an der Herz-Jesu-Kirche sowie Andrea Lauren Brown (Sopran), Sunniva Eliassen (Alt), Michael Feyfar (Tenor) und Stefan Zenkl (Bass) in Begleitung der Nordwestdeutschen Philharmonie. Die Gesamtleitung hat Michael Schmutte.

  • Dreiteiliger Konzertzyklus in Herz-Jeus beendet

    Mo., 22.07.2013

    Den Hall gemeistert

    Ein ergreifendes Klang-Erlebnis in Herz-Jesu (v. l.):   „Sei Colori“ mit Stephan Hinssen, Peter Amadeus Schneider, Heribert Holzer, Esther Remmen, Ilga Dorothea Schmutte und Heike Weber.

    Das Sextett „Sei Coleri“ meisterte die akustischen Bedingungen der neogotischen Herz-Jesu-Kirche gut und wurde am Ende von den zahlreichen Besuchern mit starkem Applaus belohnt.

  • Viele Höhepunkte aus verschiedenen Jahrhunderten

    Mo., 18.03.2013

    Canticum Novum präsentierte in der Herz-Jesu-Kirche sein Konzert „Miserere – Erbarme Dich“

    Canticum Novum war unter Leitung von Michael Schmutte in der Herz-Jesus-Kirche a cappella zu hören.

    Francis Poulenc galt in seiner Jugend als Dandy. Später wurde er religiös, und seine „Quatre motets pour un temps de la pénitence“ zaubern spannende Harmonien, sanft drängend und expressiv in der Wirkung. Canticum Novum unter Michael Schmutte hatte drei der vier „Motets“ im Programm und setzte damit weitere Glanzlichter im Verlauf des sehr gelungenen Konzertes: „Miserere – Erbarme Dich“.

  • Balsam gegen Zuckerbäcker-Folklore und Kitsch

    Mo., 17.12.2012

    Stimmungszauber mit Canticum Novum in der Herz-Jesu-Kirche

    In der Herz-Jesu-Kirche flackert ein Meer aus Kerzen – und dennoch ist es duster. Die Stimmung in den voll besetzten Bänken knistert voller Erwartung. Vom Eingang her ertönen dann die Stimmen von Canticum novum, der Chor bewegt sich wie eine Mönchs-Prozession langsam und singend durch die Kirche, während sein „Zeremonienmeister“ Michael Schmutte das Tamburin schlägt: „De castitatis thalamo“.